Zürcher Börse schließt mit Kursgewinnen

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Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat zum Wochenauftakt angeführt von den zuletzt gebeutelten Pharmawerten mit Kursgewinnen geschlossen. Die jüngsten Abgaben hätten wieder Schnäppchenjäger aufs Parkett gelockt, hieß es im Handel. Die Erholung der Ölpreise und die Aussicht auf anhaltend tiefe Zinsen hätten die Grundlage für die Kursgewinne gebildet. Auch die schwächelnde Wall Street belastete kaum.

In der Schweiz standen Finanzwerte mit den Enthüllungen rund um die „Panama Papers“ im Fokus. In den USA blickten die Anleger auf Daten aus der Industrie. Diese hatte im Februar merklich weniger Aufträge erhalten als im Vormonat, was allerdings keine Überraschung war.

Der Swiss Market Index (SMI) legte am Montag um 0,57 Prozent auf 7.731,81 Punkte zu. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, stieg um 0,43 Prozent auf 1.194,11 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,54 Prozent auf 8.267,77 Stellen.

Finanzwerte hatten zu Wochenbeginn keinen guten Stand, so büßten etwa UBS 1,4 Prozent und Julius Bär gar 2,3 Prozent ein. Mit den Enthüllungen um die sogenannten „Panama Papers“ sei die Rolle der Banken bei der Steueroptimierung ihrer vermögenden Kunden in den Fokus gerückt, sagten Marktbeobachter. Die Aktien der Credit Suisse (+0,9 Prozent) hielten sich deutlich besser, hatten allerdings in der Vorwoche zu den größeren Verlieren gehört. Bei den Versicherern wurden vor allem Swiss Life (-1,2 Prozent) verkauft.

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Erneut zu den Verlierern zählten die Luxusgüterwerte Swatch (-0,1 Prozent) und Richemont (-0,4 Prozent), Sorgen um den Zustand der chinesischen Wirtschaft hatten den Papieren schon in den vergangenen Wochen deutlich zugesetzt. Nun hat auch noch Bernstein für beide Werte das Kursziel gesenkt. Der zuständige Analyst bewertet den Uhrenmarkt etwas schwächer als zuvor, auch in der Nachbetrachtung der Messe Baselworld.

Eine deutliche Gegenbewegung zu den jüngsten Abgaben zeigten die beiden Pharmapapiere Novartis (+1,5 Prozent) und Roche (+1,3 Prozent). Novartis hatte am Wochenende positive Daten zum Herzmedikament Entresto vorgelegt, einem Hoffnungsträger der Basler. Die Papiere waren in der Vorwoche nach den rechtlichen Auseinandersetzungen in den USA und Abstufungen unter Druck geraten. Das dritte SMI-Schwergewicht, Nestlé, tendierte mit +0,1 Prozent unauffällig.

Actelion (-1,1 Prozent) wurden hingegen verkauft. Der Biopharmakonzern hatte mitgeteilt, dass sich die Zulassungsentscheidung der europäischen Gesundheitsbehörde EMA zu Uptravi um bis zu 67 Tage verzögern dürfte. Der Ausschuss musste seine Empfehlung aufgrund von Unklarheiten neu formulieren, wodurch die Verzögerung ausgelöst wurde.

Zugegriffen haben die Anleger bei LafargeHolcim, die sich um 3,4 Prozent verteuerten. Der Rückstand der Aktien auf den Stand von Ende 2015 beträgt damit noch knapp 6 Prozent. Sonova zogen um 3,2 Prozent an und Galenica (+2,3 Prozent) hatten bereits in der Vorwoche besser ab als der Gesamtmarkt abgeschnitten. ABB (+1,5 Prozent) wurden von einer positiven Einschätzung von Barclays gestützt. Das Wachstumspotenzial des Industriekonzern werde systematisch unterschätzt, heißt es.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA474 2016-04-04/18:34


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