Hilfe nach Suizid von Angehörigen

Von Michael Mader...

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Von Michael Mader

Wörgl –Seit gut eineinhalb Jahren gibt es die Selbsthilfegruppe für Angehörige und Freunde, die eine Person nach einem Suizid verloren haben.

„Weil Suizid auch heute noch ein Tabuthema ist und es bei vielen auf Ablehnung stößt, bleiben Betroffene oft alleine zurück und müssen mit ihrer Trauer, ihrer Wut, den vielen offenen Fragen und nicht selten auch den Schuldgefühlen alleine zurechtkommen“, sagt Angelik­a Pardelle­r, Gründerin der Gruppe, die sich einmal im Monat in den Räumen des Sozial- und Gesundheitssprengels Wörgl trifft.

Die Gruppe hat meist eine Größe von fünf bis sechs Personen, zwei bis zweieinhalb Stunden lang können sich Betroffene in einem geschützten Rahmen frei von jeglicher Scham ihrer Trauer widmen.

„Viele wollen aber auch nicht sofort in die Gruppe“, weiß die diplomierte Mentaltrainerin und Lebens- und Sozialberaterin (in Ausbildung unter Supervision) und bietet deshalb auch kostenlose Erstgespräche an. Aber auch die Teilnahme an der Selbsthilfegruppe selbst ist gratis.

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„Wer einen Menschen durch Suizid verloren hat, weiß, welche schmerzhafte Erfahrung das ist und wie sehr ein solches Schicksal das eigene Leben aus der Bahn wirft“, erklärt Pardeller, dass bei Betroffenen viele Fragen auftauchen. Bin ich noch normal? Ist mein Verhalten noch normal? Erst wenn das verarbeitet sei, könne auch die Trauer beginnen.

Der Kontakt zu Pardeller erfolgt am einfachsten über ihre Homepage unter www.beratungszentrum-mele.at oder Tel. 0676/777 45 00.


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