Heta: Deutsche Versicherer wollen mit Kärnten neu verhandeln

Der Branchenverband GDV besteht auf seiner 100 Prozent-Forderung. Man sei aber bereit über die Laufzeit der Rückzahlung.

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© Reuters

Wien, Klagenfurt, Frankfurt – Deutsche Versicherer wollen als Gläubiger der österreichischen Hypo-Bad-Bank Heta über ein neues Rückzahlungsangebot von Anleihen verhandeln. Man habe dem zuständigen Bundesland Kärnten Gespräche angeboten, aber noch keine Reaktion erhalten, sagte der Präsident des deutschen Branchenverbands GDV, Alexander Erdland, am Mittwoch in Berlin.

Die Versicherer pochten zwar auf eine 100-prozentige Rückzahlung und darauf, dass die Verträge eingehalten würden. „Worüber man sprechen kann, dass sind möglicherweise Fragen der Laufzeiten, in denen diese Forderungen erfüllt werden“, räumte Erdland aber ein. „Wir halten Kärnten für zahlungsfähig, nur nicht für zahlungswillig.“ Sollte man sich nicht einigen, werde es zu einem „massiven Rechtsstreit“ kommen.

Forderungen in der Höhe von 820 Mio. Euro

Der GDV koordiniert eine Gläubigergruppe, die Forderungen von elf Versicherern über insgesamt 820 Mio. Euro auf sich vereint. Die Unternehmen hatten zuletzt ein Rückzahlungsangebot für Anleihen der Heta - der Abwicklungsgesellschaft der Kärntner Bank Hypo Alpe Adria - abgelehnt. Kärnten hat Garantien für Heta-Anleihen in Höhe von rund 11 Milliarden Euro offen, ist nach eigenen Angaben aber nicht in der Lage, die Schulden zu begleichen.

Das Bundesland wollte die zu 100 Prozent garantierten vorrangigen Anleihen zu 75 Prozent zurückkaufen - was die Gläubiger zurückwiesen. (APA, Reuters)

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