Berg-Karabach - Russland verstärkt diplomatische Bemühungen

Stepanakert/Moskau (APA/dpa) - Angesichts der Spannungen zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Südkaukasusregion Berg-Karabach verstärk...

Stepanakert/Moskau (APA/dpa) - Angesichts der Spannungen zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Südkaukasusregion Berg-Karabach verstärkt Russland seine diplomatischen Bemühungen um eine Deeskalation. Außenminister Sergej Lawrow kündigte für diesen Freitag ein Treffen mit seinem armenischen Kollegen Edward Nalbandjan in Moskau an.

Zudem reise Lawrow am 21. und 22. April nach Armenien, teilte das russische Außenministerium am Mittwoch mit. An diesem Donnerstag will Lawrow bereits in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku Gespräche führen. Zudem wird Ministerpräsident Dmitri Medwedew noch diese Woche in Armenien und Aserbaidschan erwartet.

Russland gilt als militärische Schutzmacht der Ex-Sowjetrepublik Armenien. Das armenische Außenministerium lobte Russlands starkes Engagement bei den Verhandlungen über eine Waffenruhe. Die Feuerpause war am Dienstag von armenischen und aserbaidschanischen Militärvertretern in Moskau ausgehandelt worden.

Repräsentanten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) riefen den aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev bei einem Treffen in Baku zu Bemühungen zu einer friedlichen Lösung auf. Bei den Kämpfen um die von Armeniern beanspruchte Region auf dem Staatsgebiet Aserbaidschans waren seit dem Wochenende mehr als 80 Soldaten getötet worden.

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Eine pro-armenische Kundgebung hatte sich am Dienstag vor dem Erzherzog Karl-Denkmal auf dem Wiener Heldenplatz - in Sichtweite der Tagungsräume der Minsk-Gruppe - versammelt, um der zivilen Opfer der Gewalt zu gedenken, wie Kathpress am Mittwoch berichtete. Kurzfristig versammelte sich demnach dort auf der anderen Platzseite auch eine aserbaidschanische Gegendemonstration.

Der Minsk-Gruppe gehören Russland, die USA, Frankreich sowie die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) an.


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