Regierung spricht nach Kämpfen in Kongo-Brazzaville von 17 Toten

Brazzaville (APA/dpa) - In Kongo-Brazzaville sind bei Kämpfen kurz nach der umstrittenen Präsidentenwahl nach Regierungsangaben 17 Menschen ...

Brazzaville (APA/dpa) - In Kongo-Brazzaville sind bei Kämpfen kurz nach der umstrittenen Präsidentenwahl nach Regierungsangaben 17 Menschen getötet worden. Über 50 Mitglieder einer Miliz seien verhaftet worden, hieß in einer am Mittwoch im staatlichen Rundfunk verlesenen Erklärung.

Am Montag hatten Bewaffnete unter anderem mehrere Polizeistationen angegriffen. Es kam zu heftigen Schusswechseln mit Sicherheitskräften. Die Angreifer forderten nach Angaben von Augenzeugen den Rücktritt von Präsident Denis Sassou Nguesso. Die Europäische Union warnte angesichts der Gewalt vor einer Destabilisierung des Landes.

Unter den Toten sind demnach zwölf Angreifer, aber auch drei Polizisten und zwei Zivilisten. Die Regierung macht die Ninja-Nsilulu- Miliz für die Angriffe verantwortlich. Die Gruppe hatte im Bürgerkrieg (1997-1999) gegen Anhänger von Sassou Nguesso gekämpft.

Am 20. März gewann der seit rund 20 Jahren regierende Sassou Nguesso eine weitere Amtszeit. Unter Protesten der Opposition hatte er zuvor die Verfassung ändern lassen, um sich erneut bewerben zu können.


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