GR-Wahl in St. Pölten: ÖVP will Zahl der Öffi-Jahreskarten steigern

St. Pölten (APA) - Der St. Pöltner Vizebürgermeister Matthias Adl (ÖVP) hat eineinhalb Wochen vor der Gemeinderatswahl am 17. April erneut e...

St. Pölten (APA) - Der St. Pöltner Vizebürgermeister Matthias Adl (ÖVP) hat eineinhalb Wochen vor der Gemeinderatswahl am 17. April erneut ein 200-Euro-Jahresticket für den Stadtbus LUP gefordert. Derzeit gebe es laut Auskunft des Magistrats nur 350 Jahreskartenbesitzer, die geringe Zahl „liege am Preis“, sagte der ÖVP-Listenerste am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit dem Grazer VP-Bürgermeister Siegfried Nagl.

„1.000 Jahrestickets müssen machbar sein“, sagte der ÖVP-Spitzenkandidat und verwies auf Graz. Dort hat sich die Zahl der Jahreskartenbesitzer durch die Preissenkung von 399 auf 228 Euro laut Bürgermeister Nagl von 10.000 im Jahr 2014 auf 35.000 Ende 2015 mehr als verdreifacht. Erwartet habe man ursprünglich lediglich eine Steigerung auf 24.000 Jahrestickets. Die Stadt zahlt für personalisierte Jahreskarten von Personen mit Hauptwohnsitz in Graz 171 Euro dazu.

Die von der St. Pöltner Volkspartei geforderte vergünstigte Jahreskarte zum Preis von 200 statt derzeit 372 Euro soll für Personen mit Hauptwohnsitz in der NÖ Landeshauptstadt gelten, konkretisierte Adl. Zuletzt waren in St. Pölten 53.629 Hauptwohnsitzer gemeldet.

„Graz hat das Angebot bedeutend ausgebaut und Jahrestickets vergünstigt. Das braucht St. Pölten ebenfalls“, sagte Adl. Er forderte, das Angebot an Sonn- und Feiertagen auszubauen und die LUP-Betriebszeiten (derzeit von 4.30 bis kurz vor 21 Uhr) zu erweitern. Eine Jahreskartenbesitzerin, die als Krankenschwester arbeitet, müsse derzeit bei einem Sonntagsdienst für das Anrufsammeltaxi extra zahlen, kritisierte der Vizebürgermeister. Außerdem müssten einzelne Stadtteile noch ans Netz angebunden werden.

Die SPÖ unter Bürgermeister Matthias Stadler setzt sich für eine Zweckwidmung der Mineralölsteuer ein, um ein Jahresticket im Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) um 186 Euro zu finanzieren. Diese Forderung bezeichnete Adl als „Drücken vor der Verantwortung“.

~ WEB http://www.oevp.at ~ APA458 2016-04-06/16:04


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