Hundekot sorgt für Ärger

Die Wanderwege am Weerberg sind gut besucht, auch von Vierbeinern – doch genau da liegt der Hund begraben. Denn einige Hundebesitzer scheren sich nicht um den Kot ihrer Tiere.

Von Eva-Maria Fankhauser

Weerberg, Schwaz –Mit der Idylle am Spazierweg ist es schnell vorbei, wenn dieser und die Umgebung beispielsweise durch Hundekot verunreinigt werden. So geschehen beim eigens mit Pistenraupen präparierten Winterwanderweg am Weerberg.

„Da tollen die Kinder im Schnee herum und Erwachsene genießen die Natur“, schwärmt BM Gerhard Angerer. Doch die Freude über den Winterwanderweg ist einigen Weerbergern schnell vergangen. „Die Anzahl der Beschwerden war enorm. Manche Hundebesitzer räumen die Hinterlassenschaft ihres Vierbeiners einfach nicht weg und verschmutzen damit den Weg und die Schneelandschaft drumherum“, erklärt Angerer. Ihm ist bewusst, dass viele Hundehalter sehr vorbildlich agieren und den Kot ordnungsgemäß entfernen, doch leider gebe es immer wieder Ausreißer. „Wir haben rund 100 gemeldete Hundehalter in unserer Gemeinde und die darf man keinesfalls alle beschuldigen. Es ist schade, dass viele vorbildliche Hundehalter mit den paar ignoranten Hundebesitzern in einen Topf geworfen werden“, betont Angerer.

Kostenlose Hundesackerln gibt es bei der Gemeinde und an neuralgischen Punkten gebe es auch genügend Spender mit den Gassisackerln für den Kot sowie Mülleimer zum Entsorgen.

Aber auch im Sommer gebe es immer wieder Beschwerden. Vor allem die Landwirte hätten keine Freude über Hundekot in ihren Feldern. „Das ist ja auch nicht gesund fürs Vieh, sondern eine Verunreinigung der Grünflächen und Felder“, berichtet der Ortschef. Das sieht auch Bezirksbauernobmann Hannes Partl so: „Hundekot ist weder Mist noch Dünger, sondern gefährlich für unsere Tiere.“ Im gesamten Bezirk Schwaz haben ihm zufolge viele Bauern immer wieder gegen den Hundekot auf ihren Feldern zu kämpfen. Besonders in den dicht besiedelten und stadtnahen Gemeinden sei durch die Zunahme der Hundehalter das Problem eklatant. Er weiß um die zahlreichen Hundebesitzer, die das Geschäft ihrer Lieblinge ordentlich entsorgen, dennoch gebe es Hundehalter, die es mit der Entsorgung nicht so genau nehmen. „Die Hundehalter wissen gar nicht, welchen Schaden sie damit auf den Feldern der Bauern anrichten. Hier werden Lebensmittel produziert. Kommt Hundekot ins Futter, fressen die Tiere das Gras nicht mehr. Es können sogar verschiedenste Krankheiten übertragen werden und im schlimmsten Fall kann es zu Totgeburten bei Rindern kommen“, stellt Partl klar. Ihm ist es ein Anliegen, den Irrtum aus dem Weg zu räumen, dass Hundekot mit Mist gleichzusetzen ist. „Das ist ein fataler Irrtum. Hundekot ist kein Mist, sondern verätzt die Grünflächen“, betont der Bezirksbauernobmann. Daher ist für ihn das Hinterlassen von Hundekot auf Fel­dern kein Kavaliersdelikt.

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Mit dem Slogan „Hier beginnt die Salatschüssel meiner Kuh und nicht das Klo Ihres Hundes“ versucht der Tiroler Bauernbund für Aufklärung und Bewusstseinsbildung zu sorgen.


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