Wiener Börse

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch nach vier Verlusttagen wieder höher geschlossen. Der ATX stieg um 12,38 Punkte oder 0,56 Proze...

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch nach vier Verlusttagen wieder höher geschlossen. Der ATX stieg um 12,38 Punkte oder 0,56 Prozent auf 2.239,60 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex ungefähr auf der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.240,00 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,34 Prozent, DAX/Frankfurt +0,60 Prozent, FTSE/London -1,19 Prozent und CAC-40/Paris +0,69 Prozent.

Zur Wochenmitte ist der Handel in Wien etwas richtungslos verlaufen. Der heimische Leitindex kam lange Zeit nicht in die Gänge und verzeichnete im Tagesverlauf mehrere Vorzeichenwechsel. Besser als erwartete Konjunkturdaten aus China und Deutschland vermochten den ATX zunächst nicht zu stützen.

Am späten Nachmittag lösten jedoch überraschend gefallende US-Rohölbestände eine Ölpreisrallye aus. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zuletzt um viereinhalb Prozent mehr als am Vortag. In Kombination mit einer freundlichen Wall Street lieferten die Ölpreise auch für den heimischen Leitindex einen positiven Impuls und der ATX orientierte sich nach oben.

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Bei den Einzelwerten schlossen die Titel des Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann mit einem Plus von 1,70 Prozent bei 51,37 Euro und gehörten damit zu den am stärksten nachgefragten ATX-Werten.

Die Papiere der OMV gingen hingegen um 0,15 Prozent tiefer bei 23,96 Euro aus dem Handel. Der Öl- und Gaskonzern hat eine Erweiterungsbohrung in Norwegen abgeschlossen. Das Potenzial des Wisting-Gebiets von 200 bis 500 Mio. Barrel Öleinheiten sei bestätigt worden, teilte das Unternehmen am Vormittag mit.

Auch die Bankaktien tendierten uneinheitlich: Während Raiffeisen-Papiere 1,14 Prozent auf 12,62 Euro verloren, stiegen die Anteilsscheine der Erste Group um 1,08 Prozent auf 24,84 Euro. Zur Erste-Aktie haben sich die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) zu Wort gemeldet. Sie empfehlen die Papiere weiter zum Kauf, senkten aber ihr Kursziel leicht von 30,00 auf 29,00 Euro. Die Nettozinsspanne könne 2016 und 2017 stärker unter Druck geraten als bisher angenommen, hieß es zur Begründung.

Auch zur UNIQA und zu Wolford lagen neue Einschätzungen der RCB vor. Für den Versicherer erhöhten die Analysten ihr Kursziel von 6,50 Euro auf 6,90 Euro und bestätigten ihre „Hold“-Empfehlung. Die UNIQA-Aktie gewann 0,51 Prozent auf 6,12 Euro.

Für die Aktien des Vorarlberger Strumpfherstellers Wolford hingegen senkten sie ihr Kursziel von 25,5 auf 25,0 Euro, das Anlagevotum lautet ebenfalls auf „Hold“. Die RCB erwartet nun, dass Wolford 2016 den vom Unternehmen gegebenen Ausblick verfehlen und kein positives operatives Ergebnis erreichen werde. Die Wolford-Papiere verloren 1,12 Prozent auf 24,72 Euro.

Für die Polytec-Aktie senkten die Analysten von Warburg Research ihr Kursziel leicht von 11,00 auf 10,00 Euro. Ihre Anlageempfehlung „Buy“ behielten sie nach der Vorlage von Halbjahreszahlen am Vortag jedoch bei. Die Titel des Autozulieferers gewannen 1,73 Prozent auf 7,71 Euro.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA513 2016-04-06/17:55


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