Bunte und individuelle Vielfalt

Der Schauspieler und Regisseur Elmar Drexel wohnt mit seiner Familie in (s)einer Wunschwohnung in Igls.

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Von Peter Hörhager

Igls –„I maan, a Gemeindebauwohnung hob i jo ghobt.“ Als „Herr Karl“, als welcher er derzeit auf der Bühne des Innsbrucker Kellertheaters steht (Aufführungen sind noch heute sowie am 11. und 12. April), erinnert er an dessen Gemeindewohnung, im richtigen Leben wohnt Elmar Drexel allerdings in eigenen vier Wänden. In einer Mehrparteien-Wohnanlage in Igls. „Mit Auslauf ins Freie – das bedeutet zusätzlichen Wohnraum im Grünen“, erklärt er beim Rundgang. „Gesucht, gesehen und gleich ins Herz geschlossen“, schildert Verena Drexel den Weg zur Igler Wohnung, die sie vor rund zehn Jahren erworben haben. Vorher haben die Richterin am Landesgericht Innsbruck und der Schauspieler, Regisseur und Autor in Vomp gewohnt.

„Die Wohnung in Igls ist schon wegen der Lage ideal. Ein dörflicher Charakter, trotzdem eine fast lückenlose Infrastruktur mit vielen Freizeiteinrichtungen sowie eine gute Anbindung an Innsbruck“, zählt Elmar Drexel unter dem zustimmenden Nicken von Filius Benno die Vorzüge des Standortes auf. Die Raumeinteilung ist auf die Bedürfnisse der Bewohner zugeschnitten. Trotz offenem Ess-Kochbereich hat in der 100-Quadratmeter-Wohnung jeder sein Rückzugsgebiet, außerdem gibt’s ja da noch den Garten.

Und auch bei der Einrichtung brachte und bringt sich jeder ein. „Es sind Möbel mit Geschichte“, lacht Verena Drexel, denn abgesehen von der neuen Kücheneinrichtung ist das Interieur ein Mix aus lieb gewonnenem Altbestand, Sammlerstücken (unter anderem im Dorotheum erworben) und Mitbringseln von Reisen. Auch das Klavier, auf dem Benno beweist, dass er fleißig übt, stammt aus den 1920er-Jahren. Blickfang in allen Räumen sind Bilder. Auch solche aus dem familiären Umfeld, also von Sohn Benno oder von Elmars Onkel, dem bekannten Tiroler Maler Norbert Drexel. „Nicht steril, aber auch nicht chaotisch“, charakterisiert Elmar Drexel den Wohnstil der Familie. Nachsatz: „Es wird halt immer voller …“

Und wie kam er zur Bühne, zum Theater? „Tobias Moretti, Gregor Bloéb, Klaus Rohrmoser – mit ihnen verbindet mich die Mittelschulzeit im damaligen Kripp-Haus“, antwortet er. Ein Germanistik- und Geschichte-Studium war das Ziel nach der Matura. Es kam anders, da gab es nämlich schon damals verschiedene Theaterprojekte („Magi­c Afternoon“ mit Joschi Kuderna, die Gründung des Innsbrucker Kellertheaters, der Start der Volksschauspiele …). Es folgten Film-, Theater- oder Regieengagements am Landestheater, am Münchner Volkstheater, am Wiener Volkstheater sowie erste Buchveröffentlichungen. Und derzeit bereitet sich der promovierte Literatur- und Kulturwissenschafter auf das „Frau Suitner“-Projekt in Hall vor.

bunt, kreativ, individuell – gewollter Stilmix in der Drexel-Wohnung in Igls.
© Hörhager

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