An der Finanzierung der neuen Einsatzbasis wird noch gefeilt

Die geplante neue Unterkunft für die Lienzer Bergrettung in der Pfister hängt in der Warteschleife. Vor der Realisierung gilt es noch, das Land und die Gemeinden mit ins Boot zu holen.

© Visualisierung: Madritsch

Von Claudia Funder

Lienz –Auf zwei benachbarten Flächen in der Pfister sollen Unterkünfte für die Bergrettung Lienz und den geplanten Wildwasserpark des Unternehmens Cool’s entstehen, die TT berichtete.

Der Lienzer Gemeinderat winkte im Oktober die Baurechtsverträge durch. Auch die erforderlichen Widmungen sind beschlossene Sache. Wichtige Weichen für die zwei Bauprojekte, die auf Grundstücken der Stadt um insgesamt gut eine Million Euro realisiert werden und optisch zu einem Ensemble wie aus einem Guss wachsen sollen, waren also bereits im Herbst gelegt. Laufe alles nach Plan, könne im Frühjahr mit dem Bau gestartet werden – hieß es damals. Aktuell ist das Areal zwar bereits gerodet, die Bagger fahren hier aber wohl nicht so rasch auf.

Mittlerweile alles unter Dach und Fach ist hinsichtlich des Wildwasserparks der Firma Cool’s, betrieben von der Familie Prenn. „Wir wären startklar“, erklärt Armin Prenn im Gespräch mit der TT. Am Mittwoch ging die Bauverhandlung erfolgreich über die Bühne. „Wir beginnen aber nicht ohne die Bergrettung mit dem Bau“, stellt Prenn klar. Das Vorhaben könne so wirtschaftlich effizienter über die Bühne gehen, als wenn der Startpfiff separat erfolge. „Wir wollen das gemeinsam durchziehen“, bekräftigt Armin Prenn.

Der Baustart zur neuen Einsatzbasis der Bergrettung Lienz hängt derzeit jedoch noch in der Warteschleife. Es hakt nach wie vor an der Finanzierung, an der kräftig gefeilt wird. Die Errichtungskosten: 583.000 Euro. Die Stadt will sich mit 101.000 Euro beteiligen. Das Baurecht besteht auf 99 Jahre für den symbolischen Beitrag von 1 Euro/Monat.

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Doch wie das Gros der Errichtungskosten gestemmt werden kann, ist nach wie vor Inhalt von Verhandlungen. „Wir sind dabei, die Finanzierung aufzustellen“, erklärt Stephan Senfter, Ortstellenleiter-Stellvertreter der Bergrettung Lienz. „Unser Vorschlag ist, dass sich alle 16 Gemeinden, für die die Bergrettung Lienz zuständig ist, anteilsmäßig nach Einwohnerzahl beteiligen.“ Die Gemeinden sind informiert, Gespräche laufen. Verhandelt wird auch über Unterstützungen vom Land. „Schriftliche Zusagen haben wir noch keine“, so Senfter.

Fakt ist: Der aktuelle Stützpunkt platzt aus allen Nähten. Bei Besprechungen sitzt man schon eher über- als nebeneinander, hört man. Ungünstig sei auch die Parksituation.

Eine rasche Lösung wird ersehnt. Prenn hofft nun auf einen gemeinsamen Baustart im Herbst: „Ich möchte den Betrieb im Mai 2017 starten.“


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