Bundesheer-Generalstabschef widerspricht russischen Medienberichten

Wien/Moskau (APA) - Generalstabschef Othmar Commenda hat am Donnerstag per Aussendung Berichte russischer Online-Plattformen „richtig gestel...

Wien/Moskau (APA) - Generalstabschef Othmar Commenda hat am Donnerstag per Aussendung Berichte russischer Online-Plattformen „richtig gestellt“, wonach er am Mittwoch beim Besuch von Bundespräsident Heinz Fischer in Moskau erklärt habe, das Bundesheer sei „trotz Abraten anderer Staaten zur Zusammenarbeit mit Russland bereit“. Commenda hielt fest, er habe vertrauliche Gespräche geführt und keine Interviews gegeben.

Im Rahmen des Besuches ?hätten Gespräche zwischen General Commenda und dem russischen Generalstabschef (Waleri Gerassimow) stattgefunden, hieß in der Aussendung. „Diese Gespräche wurden in einem vertraulichen Umfeld ohne Beteiligung der Öffentlichkeit oder von Medien geführt. Auf diesen Plattformen transportierte Aussagen wurden von ihm weder so getätigt noch decken sie sich mit den Ansichten des österreichischen Generalstabschefs.“

Das russische Online-Portal „sputniknews.com“ hatte Commenda mit den Worten zitiert, Russland sei für Österreich „viel näher als die anderen Weltmächte“. Der österreichische General habe mit Bedauern festgestellt, dass sein russischer Amtskollege wegen der jetzigen Situation in Europa nicht nach Österreich eingeladen werden könne, so „sputniknews“. Er hoffe jedoch, dass Gerassimow in den kommenden Jahren Österreich doch besuchen werden könne.

Laut RIA Novosti sagte Commenda, einer der Gründe seines Moskau-Besuchs sei, dass er sich nicht dem Diktat anderer Staaten unterwerfen wolle. Er lasse sich nämlich nicht vorschreiben, mit wem er sprechen dürfe und mit wem nicht. Die österreichische Seite sei dort zur Zusammenarbeit bereit, wo das Sinn mache, so RIA Novosti laut „sputniknews“.

S E R V I C E - Bericht von „sputniknews“ im Internet. http://go.apa.at/XdNSxPcI


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