Schretter: „Industrie 4.0 ist kein Job-Killer“

Innsbruck – Die Industriellenvereinigung (IV) ortet Aufholbedarf in Tirol bei der Industrie 4.0. Ohne weitere Schritte in diesem Bereich dro...

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Innsbruck –Die Industriellenvereinigung (IV) ortet Aufholbedarf in Tirol bei der Industrie 4.0. Ohne weitere Schritte in diesem Bereich drohe der Standort ins Hintertreffen zu geraten und „die Produktion abzuwandern“, erklärte IV-Präsident Reinhold Schretter gestern vor Journalisten.

Unter Industrie 4.0 wird die Kommunikation zwischen Maschinen – „Internet der Dinge“ – oder generell die Digitalisierung im Sinne einer engen Daten-Vernetzung zwischen Mensch, Maschine, Produkt verstanden.

„Industrie 4.0 ist kein Job-Killer“, betont Schretter. Wenngleich Fließbandarbeit zunehmend zurückgedrängt werde und es für schlechter Ausgebildete am Arbeitsmarkt schwieriger werde, sich durchzusetzen. Gleichzeitig brauche es mehr Fachkräfte. Schretter sieht in der Entwicklung jedoch vorwiegend eine Chance, zum Job- und Wachstumsmotor zu werden. Dafür müssten laut dem IV-Präsidenten die Rahmenbedingungen angepasst werden. Die IV hat Forderungen erarbeitet, die in den kommenden Wochen der Landesregierung, Hochschuleinrichtungen und Unternehmen unterbreitet werden sollen.

Ganz oben auf der Liste stehen dabei neue Arbeitszeitmodelle mit höherer Flexibilität. Zudem wird die Erstellung eines Investitionsprogramms gefordert, das heimische Unternehmen bei der Umrüstung der Infrastruktur unterstützen soll. Unter anderem sollen auch mehr Bildungsangebote im Bereich der Digitalisierung geschaffen werden.

Eine Task-Force der beteiligten Institutionen soll künftig über Bedarf und Umsetzbarkeit von Maßnahmen entscheiden. (ecke)


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