Zürcher Börse schließt mit Verlusten

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Donnerstagshandel im Minus beendet. Nach einem freundlichen Start sind die Kurse ab...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Donnerstagshandel im Minus beendet. Nach einem freundlichen Start sind die Kurse ab dem Mittag wieder klar zurückgegangen. Im späten Handel belastete ein sinkender Ölpreis und eine schwächere Wall Street die Kurse stärker.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,09 Prozent tiefer auf 7.761,35 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verzeichnete ein Minus von 0,39 Prozent auf 1.184,83 Punkte, und der breite Swiss Performance Index (SPI) gab um 0,12 Prozent auf 8.292,21 Punkte ab.

Das am Vortag publizierte Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank konnte die Unsicherheit über den künftigen Kurs nicht ausräumen, hieß es im Handel. Unterdessen hat es im EZB-Rat an der vergangenen Sitzung eine Diskussion über stärkere Zinssenkungen gegeben, wie aus dem Protokoll hervor ging.

Die größten Abgaben im SMI/SLI verzeichneten Richemont (-3,2 Prozent), die im Tagesverlauf immer deutlicher abrutschten. Und auch Swatch (-1,3 Prozent) zeigten sich schwach, wenn auch weniger ausgeprägt. Berenberg hat das Rating für Richemont im Rahmen einer Sektorstudie direkt auf „Sell“ von „Buy“ zurückgenommen. Jenes für Swatch wurde auf „Hold“ von „Buy“ gehoben. Die Kursziele wurden deutlich nach unten angepasst. Es sei kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen, hieß es dazu mit Blick auf die Luxusgüterbranche. Bei Richemont kommen Sorgen um den kurzfristigen negativen Einfluss von Cartier sowie wegen der gedämpfteren Wachstumsaussichten im Uhrengeschäft hinzu.

Auch die Bankaktien verbuchten klare Abgaben. Für die CS-Aktien (-1,0 Prozent) hat die Deutsche Bank das Kursziel leicht reduziert, bei einem unveränderten Rating „Hold“. Begründet wurde dies unter anderem mit dem begrenzten Aufwärtspotenzial für die Aktie. In gleichem Masse gaben UBS (-1,0 Prozent) ab, Julius Bär (-1,2 Prozent) noch etwas deutlicher.

Ebenfalls klar im Minus lagen zum Handelsschluss Zurich (-1,6 Prozent), Schindler (-1,2 Prozent) oder Dufry (-1,1 Prozent).

Etwas Stütze erhielt der SMI von Novartis, welche um 0,9 Prozent höher schlossen. Bereits am Vortag hatten die Titel um über 2 Prozent zugelegt, womit sie die verhaltene Entwicklung der Wochen davor etwas ausgleicht. Die Nachricht, wonach Novartis in der EU eine auf Kinder erweiterte Zulassung für das Medikament Revolade bei der Behandlung der Autoimmunkrankheit chronische ITP erhalten hat, dürfte jedoch eher von untergeordneter Bedeutung gewesen sein. Hinter Novartis setzten auch die Genussscheine von Roche (+0,5 Prozent) ihre Erholung fort, wenn auch etwas moderater. Das dritte Schwergewicht Nestlé (+0,1 Prozent) drehte am Handelsende auch noch leicht ins Plus.

Gute Gewinne wiesen noch Aryzta (+1,9 Prozent), Swisscom (+0,5 Prozent) und Kühne+Nagel (je +0,5 Prozent) auf. Für Actelion (+0,2 Prozent) hat die Deutsche Bank das Kursziel zwar gesenkt, die Empfehlung „Buy“ jedoch bekräftigt. Trotz der Investition in die Lancierung von Uptravi sei mit einer weiteren Margenausweitung zu rechnen, schreibt die Bank im Vorfeld der Quartalszahlen dazu.

Galenica (+0,3 Prozent) hielten sich nach gutem Start im Plus. Zu Beginn hatte die Meldung etwas Rückenwind verliehen, wonach die BNP Paribas den Anteil an Galenica auf über 5 Prozent ausgebaut hat.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA505 2016-04-07/18:53


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