GM ging vor drittem Zündschloss-Gerichtsverfahren Vergleich ein

New York (APA/Reuters) - Kurz vor dem Beginn eines dritten Gerichtsverfahrens wegen defekter Zündschlösser hat GM mit der Klägerin einen Ver...

New York (APA/Reuters) - Kurz vor dem Beginn eines dritten Gerichtsverfahrens wegen defekter Zündschlösser hat GM mit der Klägerin einen Vergleich geschlossen. Dies teilte der Autokonzern am Donnerstag in einem Schreiben an ein Bundesgericht in Manhattan mit. Eigentlich hatte die Verhandlung am 2. Mai beginnen sollen. Dabei ging es um dem Tod eines fünffachen Familienvaters bei einem Autounglück im November 2013.

Geklagt hatte die Ehefrau. Eine Stellungnahme ihrer Anwälte lag zunächst nicht vor. Die Opel-Mutter bestätigte auf Anfrage lediglich den Vergleich. Unklar bleib damit zunächst, warum GM den Weg einer außergerichtlichen Einigung wählte. Das erste Verfahren war im Jänner geplatzt, ein zweites gewann General Motors vor etwa einer Woche. Allerdings stellten die Geschworenen dabei formell fest, dass die Zündschlösser defekt waren. Beim neuen Verfahren ging es erstmals um einen Todesfall.

GM hat bereits rund zwei Milliarden Dollar (1,76 Mrd. Euro) an Strafen und Vergleiche gezahlt, nachdem es Fehlverhalten im Umgang mit den Zündschlossproblemen eingeräumt hatte. Hunderte Schadenersatzklagen sind noch offen. Bei den betroffenen Autos bestand die Gefahr, dass der Zündschlüssel unbeabsichtigt in die Aus-Position springt. Dadurch konnten während der Fahrt der Motor ausgehen und unter anderem Airbags abgeschaltet werden. Mit dem Defekt werden mehr als 120 Todesfälle in Verbindung gebracht. Obwohl das Problem seit Jahren intern bekannt war, rief GM erst im Februar 2014 Fahrzeuge zurück.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren