TFV bestellt Akwuegbu und Bilgen als Integrationsbotschafter

„Sie sollen bei der Integration helfen und bei Bedarf eingreifen können“, sagte TFV-Präsident Sepp Geislernach der Präsidiumssitzung am Mittwoch.

Künftig als Integrationsbotschafter am Ball: Wacker-U12-Trainer Emmanuel Akwuegbu.
© Gepa

Innsbruck – Beim Thema Anti-Rassismus will Tirols Fußballpräsident Sepp Geisler nun Nägel mit Köpfen machen, wie er betont. Bei einer Präsidiumssitzung am Mittwoch wurde beschlossen, zwei Integrationsbotschafter zu bestellen. „Die österreichweite Integrationsinitiative ist an uns herangetreten“, konkretisiert Geisler und nennt zwei Namen: Der gebürtige Türke Bülent Kaan Bilgen und der Nigerianer Emmanuel Akwuegbu sollen die Galionsfiguren der Aktion sein. „Sie sollen bei der Integration helfen und bei Bedarf eingreifen können.“

Der 39-jährige Ex-Wacker-Spieler Bilgen freut sich auf die Herausforderung, auch wenn „viele Aufgaben auf mich zukommen“. Für den Versicherungskaufmann, der Mitglied im Sportausschuss Schwaz und seit rund vier Jahren bereits ÖFB-Integrations­beauftragter ist, stellt die Sprache den Schlüssel zur Inte­gration dar. „Ich will, dass im Training immer Deutsch geredet wird und nicht Türkisch.“ Fußball sei für ihn ein Musterbeispiel für gelebte Integration. „Wir haben in meiner Zeit beim Wacker öfters bei Kampagnen mitgemacht. Für Rassismus darf im Fußball kein Platz sein!“

Im Falle der Eskalation bei einem Nachwuchsspiel zwischen Kufstein und Union am vergangenen Wochenende wird der Fußball-Strafsenat aktiv werden. Geisler: „Wir machen sicher etwas!“ (ben)


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