Leitbörsen in Fernost schließen ohne klare Richtung

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag keine einheitliche Richtung gefunden. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 71,68 ...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag keine einheitliche Richtung gefunden. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 71,68 Zähler oder 0,46 Prozent auf 15.821,52 Punkte. Aufgehellt wurde die Stimmung an Japans Börsen von einem schwächeren Yen, der Exportwerten Auftrieb verlieh. Toyota zogen um 0,79 Prozent an und Sony gewannen 1,37 Prozent.

In den vergangenen Handelstagen hatte die Stärke der japanischen Währung die Börse in Tokio noch merklich unter Druck gesetzt. Am Markt wurde zur Begründung des Kursrückgangs beim Yen zum Wochenschluss auf die Aussagen des japanischen Finanzministers Taro Aso verwiesen. Aso sagte, dass die Regierung, sofern notwendig, eingreifen werde um den Anstieg des Yen einzuschränken.

Auch die im asiatischen Handel wieder gestiegenen Ölpreise galten unter Marktteilnehmern als Unterstützungsfaktor. Zuletzt notierte der US-Ölpreis WTI um klare dreieinhalb Prozent im Plus und Brent zog mit einem Aufschlag von gut drei Prozent wieder über die 40-Dollar Marke.

In Hongkong waren vor diesem Hintergrund einige Ölwerte in der Gewinnzone zu finden. CNOOC gewannen klare 1,94 Prozent und China Petroleum stiegen um 1,40 Prozent. Der Hang Seng Index in Hongkong gewann 104,35 Zähler (plus 0,51 Prozent) auf 20.370,40 Einheiten.

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Der Shanghai Composite fiel dagegen um 23,46 Punkte oder 0,78 Prozent auf 2.984,96 Punkte. Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich mit Abschlägen. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 24.642,48 Zählern mit minus 42,94 Punkten oder 0,17 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 24,3 Zähler oder 0,48 Prozent auf 5.018,00 Einheiten. Angeführt wurde der australische S&P/ASX-20 Index von Rio Tinto mit plus 0,67 Prozent, gefolgt von den beiden Immobilienwerten Scentre Group (plus 0,45 Prozent) und Westfield (plus 0,10 Prozent).

Indessen brachen in Tokio die Aktien des Modehändlers Fast Retailing um mehr als 12 Prozent ein und rutschten damit ans Ende des Nikkei-225 Index ab. Das Unternehmen hat nach einem Gewinnrückgang im ersten Halbjahr seinen Ausblick gesenkt, hieß es aus dem Handel.

Yahoo Japan zählten dagegen mit plus 6,37 Prozent zu den größten Kursgewinnern im Nikkei Index. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen berichtete, will der französische Telekomriese Verizon ein Angebot für Yahoo Japan legen. Daneben erwägt offenbar auch Google eine Offerte für das Kerngeschäft des Internet-Pioniers.


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