Nächste Etappe für Generalsanierung der Ostautobahn A4 im Burgenland

Parndorf (APA) - Im Burgenland wird die Generalsanierung der Ostautobahn (A4) fortgesetzt: Heuer soll ein neun Kilometer langes Teilstück vo...

Parndorf (APA) - Im Burgenland wird die Generalsanierung der Ostautobahn (A4) fortgesetzt: Heuer soll ein neun Kilometer langes Teilstück von Gols/Weiden bis nach der Anschlussstelle Mönchhof erneuert werden. Die Kosten für den gesamten, 22 Kilometer langen Abschnitt von Neusiedl am See bis zur Staatsgrenze bezifferte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) am Freitag in Parndorf mit 52 Millionen Euro.

Die Generalsanierung ist Teil eines Gesamtprojekts, das auch den dreispurigen Ausbau der A4 vom Flughafen bis nach Neusiedl am Se umfasst. Bis zum Abschluss der Baumaßnahmen im Jahr 2023 sollen rund 345 Millionen Euro investiert werden, davon 219 Millionen in Niederösterreich und 126 Millionen im Burgenland.

Verkehrsminister Gerald Klug (SPÖ) hob den Verkehrssicherheitsaspekt der Baumaßnahmen hervor. Die A4 sei einer der am stärksten befahrenen Routen in Österreich. Sie werde täglich von rund 35.000 Pendlern frequentiert. Das Unfallaufkommen auf der Ostautobahn sei „überdurchschnittlich“. Zu den Hauptursachen zählten Auffahrunfälle, mitverursacht zum Teil durch das hohe Lkw-Aufkommen. Der Bund, Niederösterreich und Burgenland hätten gemeinsam ein „Sicherheitspaket“ für die A4 auf die Beine gestellt, so Klug. Man werde „dort, wo wir‘s benötigen“, dreispurig ausbauen.

Durch den Ausbau werde der Wirtschaftsraum in der Ostregion aufgewertet, sagte Niessl. Dadurch könnten leichter die Kapazitäten vergrößert und Arbeitsplätze geschaffen werden. So entstehe beispielsweise in Parndorf durch eine weitere Ausbauphase „das größte Outlet Europas“ mit rund fünf Millionen Besuchern pro Jahr, den Businessplänen zufolge sollen es acht Millionen werden.

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„Wir haben uns von Anfang an verstanden, die Ostautobahn als ein gesamtheitliches, ein gemeinschaftliches Projekt zwischen den Bundesländern auf der einen Seite und der Republik Österreich auf der anderen Seite zu betrachten“, erklärte Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP). Die Ostregion Österreichs stehe besonders in der wirtschaftspolitischen Entwicklung vor ungeheuren Herausforderungen.

Das Verkehrsaufkommen auf der A4 liege im Burgenland bei 35.000 bis 40.000 Fahrzeugen pro Tag, in Niederösterreich seien es 70.000 und am Weg zwischen Wien und dem Flughafen über 100.000, erläuterte Pröll. Der dreispurige Ausbau sei ein wesentlicher Faktor zur Senkung der Unfallhäufigkeit, in etwa „im Schnitt um die 20 Prozent“. Ab 2017 laufen in Niederösterreich die Vorbereitungsarbeiten für den 2018 startenden dreispurigen Ausbau von Fischamend bis Neusiedl am See.

Vom Flughafen bis Fischamend wurde die Ostautobahn bereits verbreitert. Auch ein Abschnitt der Generalsanierung im Burgenland wurde schon im Vorjahr umgesetzt. 2023 soll die A4 dann „vollständig neu- und ausgebaut sein“, so Asfinag-Vorstand Klaus Schierhackl.

Im Rahmen der Generalsanierung werde der gesamte Unterbau erneuert, „es wird eine neue Autobahn gebaut auf der gleichen Trasse“, berichtete sein Vorstandskollege Alois Schedl. Dazu kämen zusätzliche Verkehrszeichen, Umweltschutzeinrichtungen würden verbessert. Während der Bauarbeiten sollen für den Verkehr immer zwei Fahrspuren pro Richtung zur Verfügung stehen.


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