EBEL 2 mit italienischem Flair liegt in der Luft

Die Finalserie der Erste Bank Eishockeyliga geht heute mit dem vierten Spiel in Znojmo weiter. Im Hintergrund laufen rege Zukunftsplanungen.

Die gefährlichen Znojmo-Angreifer wie Corey Trivino (l.) hielten Salzburgs Bullen um Schlussmann Juuso Riksman in der Finalserie zuletzt ordentlich auf Trab.
© Gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck – Zuerst zu den Fakten: Mit einem imposanten 7:3-Auswärtserfolg über Salzburg spielte sich Znojmo in der Best-of-seven-Finalserie mit 2:1 in Front, die Tschechen schenkten den Bullen um Goalie Juuso Riksman in den vergangenen beiden Finalspielen zwölf Treffer ein. Salzburg-Coach Dan Ratush­ny ortete eine gewisse Müdigkeit und nahm das ganze Team in die Defensiv-Pflicht. In der Kleinstadt in Mähren wird die Hütte heute (19.40 Uhr

live auf Servus TV) bei ausverkauftem Haus in jedem Fall brennen. Und den Tschechen ist mit ihrer bärenstarken Offensive absolut zuzutrauen, dass es nach 2014 (HC Bozen) erneut einen ausländischen Meister gibt. Zwei Siege fehlen Znojmo noch. „Salzburg hat nicht mehr die ganz große Stärke. Im Moment ist Znojmo leicht zu favorisieren“, wirft auch HCI-Obmann Günther Hanschitz in der Titelfrage ein.

Im Hintergrund laufen die Zukunftsplanungen. Und die Erste Bank Eishockeyliga (EBEL) ist ja längst ein Produkt internationalen Formats. Aus Ungarn soll MTK Budapest anklopfen, Fehervar ist seit Jahren ein fixer Bestandteil. Die Frage um das Jahr für Jahr finanzmarode Team von Olympia Laibach (SLO) ist noch ungeklärt, die Landsleute aus Jesenice haben Avancen auf eine Rückkehr bekundet. Auch jene zwei Südtiroler Teams die gegenwärtig im italienischen Finale stehen (Pustertal und Ritten), wollen sich in naher Zukunft in Stellung bringen. Falls Laibach tatsächlich ausscheiden muss, wird Jesenice oder Budapest nachrücken. Am gestrigen Tag stand eine Sitzung in Salzburg an.

Aus der Inter-National-League (INL) wird in der kommenden Saison eine Art „EBEL 2“ mit einigen Klubs der italienischen Serie A (neben Ritten und Pustertal Fassa, Cortina, ValPellice, Sterzing...) werden. „Die Gespräche waren gut. Man wird hier schon einen gemeinsamen Nenner finden“, ist Hans Exenberger, Sportlicher Leiter der Kitzbüheler Adler, dieser Variante nach einem Treffen in Innsbruck nicht abgeneigt. Vorerst hält er es mit dem Beckenbauer-Zitat „Schau’n ma mal“. Fix scheint, dass das neue Format unter dem Schirm der Erste Bank Eishockeyliga und nicht des österreichischen Verbands laufen wird. Die genaue Anzahl der Klubs steht ebenso aus wie der Modus, der sich klarerweise danach richten wird.

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Die Innsbrucker Haie bekundeten schon nach der abgelaufenen Saison, dass man die zweite Mannschaft lieber in der INL statt in der Erste Bank Youngsters League sehen möchte. Folglich wurde für die INL genannt, der Weg würde die Jung-Haie dann in der neuen Saison in die umgetaufte „EBEL 2“ führen.

„Junge Spieler können gegen erwachsene wertvolle Erfahrungen sammeln und ideal wäre ein Zwei-Weg-System, das ihnen Einsatz-Möglichkeiten in beiden Teams bietet“, sagte HCI-Oberhaupt Hanschitz. Daniel Jakubitzka und Philipp Lindner sind zwei Youngsters, die ins Haifischbecken zurückkehren könnten. Ebenso wie Daniel Mitterdorfer. Sowohl in Sachen Personal- als auch Budgetplanung steht den Haien in den kommenden Tagen in jedem Fall eine echte Mammutaufgabe bevor.


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