Zürcher Börse schließt mit höheren Notierungen

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag mit Kursgewinnen geschlossen. Mit dem erzielten Wochenplus endete eine Negat...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag mit Kursgewinnen geschlossen. Mit dem erzielten Wochenplus endete eine Negativserie von drei Wochen. Unterstützung kam zum Wochenschluss vom Ölpreisanstieg.

Dieser wird als positives Zeichen für die Konjunktur angesehen. Hiermit ist auch die Hoffnung verbunden, dass sich am Öl-Gipfel in knapp 10 Tagen die verschiedenen teilnehmenden Länder auf eine Beschränkung oder zumindest Beschränkung der Fördermenge einigen könnten. Am Berichtstag kam zudem von guten Exportdaten aus Deutschland etwas Rückenwind. Insgesamt blieb das Nachrichtenaufkommen aber gering und auch aus den USA kamen keine Konjunkturdaten mehr.

Der Swiss Market Index (SMI) legte 0,72 Prozent auf 7.817,55 Punkte zu. Im Wochenvergleich ergab sich für den SMI ein Plus von 1,7 Prozent. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, zog um 0,79 Prozent auf 1.194,15 Punkte an und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,77 Prozent auf 8.356,38 Punkte.

Zu den gefragtesten Werten gehörten zum Schluss konjunktursensitive wie Adecco (plus 2,4 Prozent), Schindler (plus 2,1 Prozent), ABB (plus 1,9 Prozent) oder Kühne+Nagel (plus 1,9 Prozent). Letztere profitierten von einer Ratinganhebung eines angelsächsischen Finanzhauses auf „Outperform“. Der Logistikkonzern sei ein gutes Beispiel dafür, wie ein Unternehmen dank einer klaren Fokussierung seinen Bruttoertrag steigern könne, hieß es hier zur Begründung.

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Gesucht waren auch CS (plus 2,0 Prozent), Julius Bär (plus 1,7 Prozent) und etwas moderater UBS (plus 1,1 Prozent). Diese drei zeigten damit einen ersten Erholungsversuch, nachdem sie den vergangenen vier Wochen praktisch nur noch gesunken waren. Die gute Stimmung für Finanzwerte zeigte sich indes auch bei den Assekuranzwerten: Von diesen erreichten Swiss Re (plus 1,6 Prozent) und Bâloise (plus 1,3 Prozent) die etwas höheren Avancen als Zurich (plus 0,9 Prozent) und Swiss Life (plus 1,0 Prozent). Auch Finanztitel aus der zweiten Reihe wie Leonteq (plus 3,4 Prozent) oder Vontobel (plus 3,1 Prozent) legten klar zu.

Ein weiteres starkes Papier waren Richemont (plus 2,0 Prozent). Der Titel machte damit zumindest einen Teil der starken Verluste des Vortages wieder wett. Swatch gelang dies mit einem Plus von 1,0 Prozent nahezu. Am Vortag waren die Luxusgüteraktien von kritischen Analystenkommentaren gebremst worden.

Geberit büßten zwar 0,1 Prozent oder 40 Rappen auf 354,90 Franken ein, dies allerdings wegen des Abzugs einer Dividende von 8,40 Franken. Ohne dies hätte die Aktie klar im Plus geschlossen.

Am Ende der Tabelle rangierten Swisscom mit einem Minus von 3,9 Prozent. Allerdings wurde auch hier die Dividende von 22 Franken abgezogen, das absolute Minus lag aber nur bei 20,50 Franken. Schwach tendierten außerdem Aryzta (minus 3,1 Prozent) nach einer Kurszielsenkung durch Berenberg.

Etwas hinter dem Markt blieben Roche (plus 0,2 Prozent) und Novartis (plus 0,6 Prozent). Diese beiden haben allerdings über die Woche gesehen mit einem Plus von über 4 Prozent (Roche) und über 5 Prozent (Novartis) eine starke Performance gezeigt und damit auch dem Gesamtmarkt zu seinem Plus verholfen.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA511 2016-04-08/18:26


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