Panama-Papers - Panama verspricht Frankreich Zusammenarbeit

Panama-Stadt/Paris (APA/AFP) - Nach der Enthüllung der „Panama Papers“ hat der Präsident des Landes, Juan Carlos Varela, der französischen R...

Panama-Stadt/Paris (APA/AFP) - Nach der Enthüllung der „Panama Papers“ hat der Präsident des Landes, Juan Carlos Varela, der französischen Regierung seine Unterstützung im Kampf gegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung zugesichert. Einer Erklärung der Präsidentschaft zufolge telefonierte Varela am Freitag mit seinem französischen Kollegen Francois Hollande.

Dabei sagte er ihm zu, „die nötigen Maßnahmen zu ergreifen“, um Steuerflucht zu vermeiden und den Informationsaustausch zwischen beiden Ländern zu ermöglichen. Hollande wiederum forderte Panama nach Angaben der französischen Präsidentschaft auf, auf die Bitte des Fiskus nach der Herausgabe von Informationen einzugehen. Er nannte dem panamesischen Präsidenten zudem die Gründe dafür, warum das Land wieder auf die französische Liste von Steuerparadiesen gesetzt wird - von dieser Liste war Panama erst 2012 heruntergenommen worden.

Ein weltweites Reporternetzwerk hatte in den vergangenen Monaten einen umfangreichen Datensatz über Briefkastenfirmen ausgewertet, die über die in Panama-Stadt ansässige Finanzkanzlei Mossack Fonseca laufen. Frankreich hatte daraufhin am Mittwoch eine stärkere internationale Zusammenarbeit und eine Zurechtweisung Panamas gefordert. Als der französische Finanzminister Michel Sapin ankündigte, das mittelamerikanische Land wieder auf die Liste der „unkooperativen Staaten“ zu setzen, hatte die Regierung in Panama-Stadt mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht.

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