Flüchtlinge - Gentiloni: Rom und Wien müssen weiter zusammenarbeiten

Rom (APA) - Der italienische Außenminister Paolo Gentiloni hat den Besuch der österreichischen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner bei ihre...

Rom (APA) - Der italienische Außenminister Paolo Gentiloni hat den Besuch der österreichischen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner bei ihrem Amtskollegen Angelino Alfano am Freitag in Rom als positiv bewertet. Das Treffen zwischen den beiden Innenministern in Rom bezeichnete Gentiloni als „wichtig“.

Prioritär sei jetzt eine Fortsetzung der Zusammenarbeit Österreichs und Italiens im Umgang mit der Flüchtlingsfrage. „Alfano hat das Treffen mit der österreichischen Amtskollegin als konstruktiv bezeichnet. Österreich und Italien sollen weiter zusammenarbeiten. Grundlage dieser Kooperation ist, dass es nicht zu einseitigen Schritten kommt, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können“, sagte Gentiloni laut italienischen Medienberichten in Tokio am Rande des Gipfeltreffens der Außenminister der G-7. Er bezog sich dabei auf eine mögliche Brenner-Grenzschließung seitens der österreichischen Regierung, sollte es zu einer hohen Flüchtlingszuwanderung aus Italien kommen.

Mikl-Leitner hatte bei ihrem Besuch in Rom am Freitag Druck auf Italiens Regierung für eine „lückenlose Registrierung“ der eintreffenden Flüchtlinge und für ein effizientes Funktionieren der Hotspots gemacht. Ziel sei es, „unkontrollierte Migrationsströme“ in Richtung Mitteleuropa zu verhindern, die Österreich zur Grenzschließung zwingen würden, sagte die Ministerin. Rom und Wien seien jedenfalls bemüht, eine Schließung der Brenner-Grenze abzuwenden. „Wir werden alles tun, um die Reisefreiheit über den Brenner sicherzustellen“, meinte die Ministerin.


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