Wissenschaft und Poesie vereint in Kunst

Der Landecker Künstler Norbert Pümpel feiert seinen 60er mit einer Ausstellung in der Schlossgalerie.

© Hauser

Landeck –Ein Künstler, dessen Werk sich definitiv nicht in der Sparte „Raumbehübschung“ einordnen lässt, ist der in Vorarlberg lebende Landecker Norbert Pümpel. Anlässlich seines 60. Geburtstages präsentiert es sich auf Schloss Landeck.

Pümpels Blick auf die Welt, auf das Weltgeschehen, ist ein tieferer, schärferer, nicht reduziert auf den äußeren Schein. Er will Gesetzmäßigkeiten und Spielregeln unseres Daseins wissen. Pümpel versucht gesamtgesellschaftlich gültige Vorstellungswelten, die auf wissenschaftlichen Theorien der Existenzbegründung basieren, aber auch Platz für individuelle „Frei-Denkräume“ gewähren, kraft seiner Kunst darzustellen. Auf Schloss Landeck zeigt er derzeit sein Ansinnen in drei Arbeitszyklen. Die Serie „Dark Lightning“ hat die weltweiten Atombombentests zum Inhalt und zeigt konkret das Unvermögen, mit Demut zu geben, was wir vermögen – wie es Pümpel nennt.

Der kontrollierte Zufall, oder besser gesagt, dem Zufall über die physikalischen Qualitäten des Verfließens den Anstoß gegeben, sich selbst Bilderwelten zu organisieren, zeigt die Serie „Kondensat“.

Vielschichtige malerische Subtilität im grafischen Spannungsgefüge findet sich in einer Pümpel-Serie von Landschaftsbildern beziehungsweise atmosphärischen Erinnerungsbildern wieder, in denen zwar Figuration und Narratives beiseitegeschoben werden, literarische Bezüge zu kafkaesken Welten aber unübersehbar sind. Zu sehen bis 16. Mai, täglich von 10 bis 17 Uhr. (hau)

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