Fußball: Edomwonyi vom Chancentod zum „glücklichsten Mensch der Welt“

Graz (APA) - Abgeschrieben, angezweifelt, verhöhnt. Mit dem Triplepack beim 4:1-Heimsieg über Altach hat Sturm-Graz-Akteur Bright Edomwonyi ...

Graz (APA) - Abgeschrieben, angezweifelt, verhöhnt. Mit dem Triplepack beim 4:1-Heimsieg über Altach hat Sturm-Graz-Akteur Bright Edomwonyi am Samstag ein deutliches Signal an seine Kritiker geschickt. „Nach so einem Spiel bin ich der glücklichste Mensch der Welt“, sagte der 21-jährige Stürmer aus Nigeria.

2012 hatte Salzburg den damals 18-Jährigen vom belgischen Club KVC Westerlo geholt. Sportdirektor Ralf Rangnick pries ihn als „pfeilschnellen, technisch versierten und torgefährlichen Offensivallrounder“ sowie als „großes Talent“. Einlösen konnte Edomwonyi diese Verheißungen aber lange nicht. Weder bei Liefering noch bei seinen Leih-Engagements in Hartberg, wo er immerhin neun Tore erzielte, sowie bei Wacker Innsbruck.

Im Winter 2014/15 wechselte Edomwonyi schließlich als Teil eines Tauschgeschäfts mit Marco Djuricin von Salzburg nach Graz und blieb auch da vorerst ohne Torerfolg. Nach einem Mittelfußbruch im April 2015 war die Saison für ihn zudem gelaufen. In der aktuellen Saison schenkte ihm Foda immer wieder sporadisch das Vertrauen, erst mit dem Bundesliga-Premierentreffer beim 2:0 über Grödig am 12. Dezember brach das Eis. Am 13. März folgte ein weiteres Tor gegen die Austria (1:1), am Samstag bestätigte er seinen fünften Einsatz über die volle Distanz en suite mit dem Triple.

„Ich freue mich irrsinnig für den Edi. Alle freuen sich für ihn, weil er so konsequent arbeitet und es bisher nicht geklappt hat“, sagte Foda über seinen Schützling, der beim Aufwärmen so wie andere Spieler von einigen Fans verhöhnt worden war. „Das ist nicht in Ordnung“, stellte Foda klar.

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