Steinmeier traf in China auch Menschenrechtsanwälte

Peking (APA/dpa) - Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem Besuch in China auch Menschenrechtsanwälte, Angehörige ...

Peking (APA/dpa) - Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem Besuch in China auch Menschenrechtsanwälte, Angehörige von inhaftierten Anwälten und andere Vertreter der Zivilgesellschaft getroffen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Sonntag nach dem Abflug Steinmeiers nach Japan erfuhr, fand das zunächst geheim gehaltene Treffen schon am Freitagabend statt.

Teilnehmer waren unter anderen die Bürgerrechtsanwälte Liang Xiaobing und Yu Wensheng sowie der Jus-Professor der Peking-Universität He Weifang und Professor Wu Qiang von der Tsinghua-Universität. Im Rahmen des Besuches übergab die deutsche Seite auch eine Liste mit Menschenrechtsfällen, wie die dpa in Peking ferner erfuhr.

Seit dem Sommer sind in China mehr als 300 Anwälte, Kanzleimitarbeiter, Aktivisten und Familienmitglieder festgenommen, unter Hausarrest genommen, verhört oder an der Ausreise gehindert worden, wie die Interessensgruppe für Menschenrechtsanwälte (CHRLCG) in Hongkong berichtete. Rund 30 werden demnach noch festgehalten. Davon seien 21 formell in Haft.

Von der zweiten Station seiner zweitägigen China-Reise in Changsha startete Steinmeier mit acht Stunden Verspätung, da die Regierungsmaschine einen technischen Defekt hatte. Im japanischen Hiroshima nimmt der deutsche Außenminister an dem Treffen der sieben großen Industrienationen (G-7) teil.

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