Präsidentenwahl im Tschad mit Amtsinhaber als Favorit

N‘Djamena (APA/AFP) - Im Tschad haben am Sonntag Präsidentenwahlen stattgefunden, bei denen der bisherige Amtsinhaber Idriss Deby Itno als k...

N‘Djamena (APA/AFP) - Im Tschad haben am Sonntag Präsidentenwahlen stattgefunden, bei denen der bisherige Amtsinhaber Idriss Deby Itno als klarer Favorit galt. Insgesamt waren rund sechs Millionen Menschen in dem zentralafrikanischen Land an die Wahlurnen gerufen, um unter 13 Kandidaten einen neuen Staatschef zu bestimmen.

Deby, der sich nach 26 Jahren an der Macht um eine weitere Amtszeit bewarb, gab in der Hauptstadt N‘Djamena seine Stimme ab. „Der große Tag ist gekommen“, sagte der Amtsinhaber. Der Tschad werde gestärkt aus der Wahl hervorgehen. Die politische Klasse müsse deren Ergebnisse und die „Wahl des Volkes“ akzeptieren. In der Hauptstadt waren die Sicherheitsvorkehrungen hoch, Zwischenfälle wurden zunächst nicht gemeldet. Mit Ergebnissen wird erst in zwei Wochen gerechnet.

In dem Bezirk Moursal, der als regierungskritisch gilt, hofften die Wähler unterdessen auf einen Umbruch: „Alle hoffen auf einen Wandel“, sagte der 30-jährige Wähler Ida Nouba-Asra. „Wir leiden zu viel: kein Trinkwasser, keine Häuser, keine Jobs.“ Im Tschad lebt trotz Erdölvorkommen die Hälfte der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, 70 Prozent der Menschen sind Analphabeten.

Der derzeitige Staatspräsident ist seit 1990 an der Macht. Im jetzigen Wahlkampf versprach er den Bürgern ein Aufstreben des Landes. Der Tschad wird zunehmend auch vom Konflikt um die Islamistengruppe Boko Haram beherrscht, die im Nachbarland Nigeria für einen islamischen Gottesstaat kämpft.

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