Heta-Schuldenschnitt: Auch Schulden aus Gerichtsverfahren geschnitten

Wien/Klagenfurt (APA) - Wer derzeit Zivilprozesse oder Schadenersatzklagen gegen die Heta (Ex-Hypo Alpe Adria) laufen hat und die gewinnt, b...

Wien/Klagenfurt (APA) - Wer derzeit Zivilprozesse oder Schadenersatzklagen gegen die Heta (Ex-Hypo Alpe Adria) laufen hat und die gewinnt, braucht sich trotzdem nicht zu viel zu erwarten. Der heutige Mandatsbescheid zum Schuldenschnitt der FMA (Finanzmarktaufsicht) gilt nämlich auch für Heta-Schulden aus Gerichtsverfahren.

Es geht da, wie es zur APA heißt, unter anderem um viele laufende Prozesse in Balkanländern. Wenn nun also ein Kläger einen Prozess gegen die Heta gewinnt und die Gesellschaft zu Zahlungen verurteilt wird, braucht sie nur die „Quote“ von 46,02 Prozent auszahlen.

Das hat, wie viele andere Schritte im Abwicklungsplan, Auswirkungen auf die Bilanzen der Heta.

Die Heta Asset Resolution als Bad Bank der einstigen Hypo Alpe Adria hat am Abend umgehend nach Bekanntwerden des Mandatsbescheids zum Haircut mit der Prüfung der Auswirkungen des Bescheids auf die Bilanzen und die weitere Geschäftstätigkeit und die ganze Abbauplanung begonnen. Die Mittelfristplanung wird demnach adaptiert.

Die Finanzmarktaufsicht hat die Kontrolle über die staatliche Heta übernommen. Sie ist in die Eigentümerrechte eingetreten, aber nicht „Aktionärin“ geworden. Das heißt konkret, die FMA wird die Stimmrechte in der Hauptversammlung ausüben und alle Nominierungsrechte haben. Alle darüber hinausgehenden mit den Aktien verbundenen Rechte - u.a. das Recht auf Gewinnbeteiligung und auf eine Beteiligung am Liquidationserlös - sind gelöscht, heißt es in einer Mitteilung der Heta. Bleibt was über, kriegen dies somit die Gläubiger, solange sie nicht vorher voll bedient wurden.

~ WEB www.heta-asset-resolution.com ~ APA293 2016-04-10/20:01


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