Campagne-Areal: Verbauung geht in die Planung

Innsbruck – Die Architekten gaben sich gestern in Innsbruck die Klinke in die Hand. In ihren Köpfen soll nichts Geringeres als die Zukunft d...

© Visualisierung: Stadt Innsbruck

Innsbruck –Die Architekten gaben sich gestern in Innsbruck die Klinke in die Hand. In ihren Köpfen soll nichts Geringeres als die Zukunft des Campagne-Areals im Osten der Stadt Form annehmen. Die Stadt und die Innsbrucker Immobilien Gesellschaft (IIG) hatten zum Hearing geladen. Und ihnen oblag auch die schwierige Aufgabe, drei Architekten zu bestimmen, die in den kommenden Monaten das planerische Grundkonstrukt für das rund 84.000 Quadratmeter große, städtebauliche Hoffnungsgebiet mitdefinieren sollen. Erst ab Oktober soll dann – auf Basis dieser Grundlagen – ein einstufiger Architekturwettbewerb ausgeschrieben werden.

Doch das ist nur ein Teil des „kooperativen Planungsverfahrens“ für das Campagne-Areal, dessen Startschuss somit gefallen ist. Entstehen soll bis September ein Masterplan, welcher die künftigen Bauplätze (soziale und frei finanzierte Wohnungen), Erschließung, Grünanlagen und den geplanten neuen Schulcampus definieren soll.

Wie berichtet, hatte es Jahre benötigt, bis sich die Stadt mit den auf der Campagne situierten Vereinen (Fußball, Tennis etc.) einig werden konnte, wie eine Neuaufteilung des Areals über die Bühne gehen soll. Die Freimachung des Areals alleine verschlingt 35,7 Mio. €.

Von April bis Juni soll nun anhand von vier Workshops (mit internen und externen Experten), mit dem Architektenteam, aber auch mit Anregungen aus der Bevölkerung ein Leitbild für die Campagne erstellt werden. Das erste Bürgerforum findet bereits am 27. April (18–21 Uhr, Volkshaus Reichenau) statt. Auch eine so genannte „offene Werkstatt“ mit Bürgervertretern ist in Vorbereitung.

In Summe sollen auf dem Campagne-Areal 800 bis 1000 Wohnungen errichtet werden. Erste Schätzungen gehen von einem möglichen Investitionsvolumen von 180 Mio. Euro aus. Der erste Spatenstich soll Ende 2017/Anfang 2018 erfolgen. Also pünktlich vor der nächsten Innsbrucker Gemeinderatswahl. (TT, mami)


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