Wünsch dir was: Das Feilen an der Campagne-Zukunft

Der Planungsprozess für das rund acht Hektar große Entwicklungsgebiet in Innsbruck ist gestartet. 200 Reichenauer brachten selbst Ideen ein.

Der Volkshaus-Saal war gut gefüllt, die bisherigen Pläne wurden ausführlich diskutiert.
© Mitterwachauer

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –So kompliziert wie das Wort, so komplex ist die Praxis: Am Mittwochabend erfolgte im Reichenauer Volkshaus der Start für das „kooperative Planungsverfahren“ zur Neugestaltung des Campagne-Areals. Dabei werden – neben drei Architektenteams, die unabhängig voneinander ihre Vision einer Verbauung der Campagne vorantreiben – auch die Bürger des Stadtteils in die Planungen miteinbezogen.

Da und dort ein verwunderter Blick, hier gespanntes Warten und auch das ein oder andere Kopfschütteln war unter den über 200 interessierten Anrainern durchaus zu beobachten, als sie nach einer kurzen Einführung in die großen Ziele der Stadt auf dem Campagne-Areal (1000 Wohnungen in Etappen) aufgefordert wurden, ihre Ideen und Wünsche für das Areal selbst zu erarbeiten.

Nur wenige verließen aber das Volkshaus, der Großteil brachte sich aktiv in die drei Themenbereiche Nutzung/Bebauung, Freiraum/Sport und Mobilität/Verkehr ein.

Wünsche und Anregungen wurden einzeln gesammelt.
© Mitterwachauer

Zentral, wiewohl keine Überraschung, war das Stellplatzthema. „1000 Wohnungen, 1000 Parkplätze“ war da mitunter zu lesen. Auch, dass für die verbleibenden Sportvereine und das Volkshaus Stellflächen zu schaffen seien. Die Stadt respektive die mit der Umsetzung betraute Innsbrucker Immobilien GmbH (IIG) hatte zu Beginn einen „verkehrsarmen Stadtteil“ mit Quartiersgaragen und guten Rad- und Fußwegen angekündigt.

Wichtig scheint auch vielen, dass kein reines „Schlaf-Ghetto“ geschaffen wird. Cafés, Sozialeinrichtungen, aber auch Kleingewerbe sollen Platz finden. Vereinzelt wurde auch Kritik laut: darüber nämlich, ob es überhaupt 1000 Wohnungen hier braucht …


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