Osttirol

Neues Kommando beim Roten Kreuz

Andreas Stotter übergibt nach fünfundzwanzig Jahren den Einsatzhelm des Rettungskommandanten an Günter Payer (links).
© Blassnig

Lienz - Kürzlich fand die Generalversammlung der Bezirksstelle Osttirol des Roten Kreuzes statt. "Nach fünfundzwanzig Jahren, in denen ich k...

Lienz - Kürzlich fand die Generalversammlung der Bezirksstelle Osttirol des Roten Kreuzes statt. "Nach fünfundzwanzig Jahren, in denen ich keine Nacht ohne Funk und Handy geschlafen habe, gebe ich das Kommando gerne in jüngere Hände", teilte Andreas Stotter berührt mit. Zu seinem Nachfolger als Bezirks-Rettungskommandant hat man Günter Payer bestellt, der seinen Kommandostab erst noch zusammenstellen wird.

Neben dutzenden Ehrungen wurden Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher und alle Fachreferenten einstimmig für eine weitere Periode wiedergewählt. Neue Ortsstellenleiter sind Manfred Buchacher in Lienz, Michael Oberschneider in Matrei, Marcus Glahn in Sillian (auch Bezirks-Jugendreferent) und Markus Burger in St. Jakob/St. Veit.

Für seine jahrzehntelange Arbeit mit der Henry-Dunant-Medaille in Gold ausgezeichnet wurde der Deferegger Sprengelarzt Ottokar Widemair. Als junger Mediziner habe er die Unterversorgung des Tales erkannt und in Zusammenarbeit mit anderen unschätzbar viel für die Versorgung der Menschen erreicht, wie Egon Kleinlercher sagte.

Nachdem bei einem Unfall ein Bub im Villgratental schwer verletzt worden war, hat man 2001 das Modell der professionellen Ersthelfer (First Responder) in Osttirol installiert. "Unverzichtbar, findet das in anderen Teilen Tirols bereits Nachahmer", berichtete Kleinlercher. Vierzig First-Responder, ausgestattet mit 26 Defibrillatoren, haben im vergangenen Jahr 281 Einsätze bewältigt.

Bis zum Eintreffen von Rettungswagen und Notarzt würden wenige Minuten vergehen, in denen es bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand um nicht weniger als das Überleben gehe, mahnte Notarzt Franz Krösslhuber zu Mut im Notfall. "Es gibt eigentlich nur eines, was man falsch machen kann: nichts zu tun." Jeder sollte Erste-Hilfe-Kurse und vor allem Auffrischungen derselben regelmäßig besuchen. "Dies gilt besonders für die Gruppe der Überfünfzigjährigen, weil sie statistisch gesehen in ihrem direkten Umfeld häufiger Notfälle erleben."

Das Rote Kreuz konnte im Vereinsjahr 2015 bei Einnahmen von rund 3 Mio Euro einen Bilanzüberschuss von 16.000 Euro erwirtschaften. Über 100.000 Stunden im Dienst am Nächsten wurden in Osttirol freiwillig geleistet. (bcp)

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Catharina Oblasser

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