TechnoAlpin will mit Tiroler Werk wachsen
Der Südtiroler Kunstschneeproduzent hat in Volders seinen 5 Mio. Euro teuren neuen Austrostandort eröffnet.
Volders –Das Südtiroler Beschneiungsunternehmen TechnoAlpin hat am Freitag seinen neuen Österreich-Firmensitz in Volders eröffnet. Fünf Mio. Euro wurden investiert. Zuvor hatte die TechnoAlpin Austria ihren Sitz in Innsbruck. 26 Mitarbeiter werden aktuell am neuen Standort beschäftigt, vier weitere sollen hinzukommen.
In Volders wurde die Ersatzteil-Zentrale des Unternehmens angesiedelt, die zuvor in Bozen beheimatet war. Alle weltweit im Einsatz befindlichen 80.000 Kanonen und Lanzen werden nun von Tirol aus betreut. Das Ersatzteilgeschäft werde in den kommenden Jahren stark zulegen, sagte Erich Gummerer, Geschäftsführer und Miteigentümer von TechnoAlpin. „Der Standort wird massiv wachsen“, erklärte er gegenüber der TT.
Miteigentümer Walter Rieder ergänzte, der Standort werde „eine sehr große Rolle in der TechnoAlpin-Zukunft spielen“. Er gab ein „klares Bekenntnis zum Standort Tirol und Österreich“ ab. Die Standortwahl sei vor allem wegen der zentralen Lage und der Nähe zu wichtigen Kunden auf Volders gefallen. Neben dem Ersatzteil-Geschäft sollen künftig am Tiroler Standort auch defekte Teile analysiert werden.
Aktuell arbeitet das Unternehmen an Großprojekten in Deutschland, China, Korea, Italien, Frankreich und Österreich. In Tirol wird Westendorf mit Kunstschnee-Erzeugern aufgerüstet. Gearbeitet wird zudem auch an Skihallen etwa in Ägypten und China. Ein weiteres relativ neues Standbein sind „Schneekabinen“ für Wellness-Bereiche.
TechnoAlpin hat im Vorjahr mit 500 Mitarbeitern rund 145 Mio. Euro erwirtschaftet, davon sind 39 Mio. Euro auf die Österreich-Tochter entfallen. 2015 soll der Umsatz in etwa gleich bleiben, sagte Gummerer. 2015 wurden rund 5000 Schneeerzeuger gebaut. Das 1990 in Bozen gegründete Unternehmen ist einer der weltweit größten Anbieter von Beschneiungsanlagen mit 1800 betreuten Skigebieten in 48 Ländern. (wer)