BP-Wahl

Tiroler Grüne optimistisch, Hoffen bei der FPÖ

LH Günther Platter (VP) und LHStvin. Ingrid Felipe (Grüne).
© TT/Julia Hammerle

Während sich LHStv. Felipe am Wahlabend „hoffnungsfroh und optimistisch“ zeigte, dass der von den Grünen unterstützte Alexander van der Bellen das Rennen machen wird, freute sich FPÖ-Chef Abwerzger über das „überwältigende Ergebnis“.

Innsbruck – In Tirol ist sowohl bei den Grünen als auch bei den Freiheitlichen das Prinzip Hoffnung Sonntagabend nach der Bundespräsidenten-Stichwahl bestimmend gewesen. „Das war eine unglaublich positive Wahlbewegung mit einem unglaublichen Ergebnis“, meinte FPÖ-Chef Markus Abwerzger im APA-Gespräch. Denn schließlich habe es „alle gegen Norbert Hofer“ geheißen. „Und trotzdem ist es Norbert Hofer gelungen, 50 Prozent der Wähler anzusprechen“, argumentierte der FPÖ-Chef. Dieses „sehr gute Ergebnis“ sei für die FPÖ im Bund und in Tirol vielversprechend - und lasse „hoffen“.

LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) glaubte Sonntagabend „fest daran, dass Alexander Van der Bellen auf der Zielgeraden und mit dem Rückenwind der Wahlkarten Bundespräsident von Österreich wird“. Zudem gab sie sich zuversichtlich, dass der ehemalige Grünen-Chef aufgrund der 60.000 Wahlkarten letztendlich auch in Tirol eine Mehrheit hinter sich haben werde. Die Tiroler LHStv. hob zudem die Aufholjagd und „die Breite der Bewegung“, die sich in den letzten Wochen gebildet habe, hervor: „So viele unterschiedliche Menschen und Gruppen über alle Parteigrenzen hinweg haben Van der Bellen unterstützt“.

Für Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) sei - unabhängig davon, ob der neue Bundespräsident Hofer oder Van der Bellen heißen wird – „dessen wichtigste Aufgabe, die Gräben, die im Wahlkampf aufgerissen wurden, zu überwinden“. Der Wahlkampf sei in den vergangenen Wochen „sehr hart und teils auch sehr aggressiv geführt“ worden, erklärte Platter. Dieser habe zu einer „unglaublich starken Polarisierung und Lagerbildung geführt“. Durch die teils „hochemotional geführten Diskussionen“ seien tiefe Risse entstanden, so Platter: „Wir alle müssen nun dazu beitragen, diese in den letzten Wochen entstandenen Gräben zu überwinden und das Gemeinsame wieder vor das Trennende zu stellen. Dem neuen Staatsoberhaupt kommt dabei ein besondere Verantwortung zu.“ (APA)