Mindestens 30 Menschen starben bei zwei Anschlägen im Süden Jemens

Aden (APA/dpa) - Bei zwei Bombenanschlägen in der Stadt Aden im Süden Jemens sind insgesamt mindestens 30 Menschen getötet worden. Zudem sei...

Aden (APA/dpa) - Bei zwei Bombenanschlägen in der Stadt Aden im Süden Jemens sind insgesamt mindestens 30 Menschen getötet worden. Zudem seien mindestens 20 Menschen verletzt worden, teilten Mitarbeiter von Krankenhäusern am Montag mit. Die meisten der Opfer seien Armeeanwärter gewesen.

Die Nachrichtenseite Aden al-Ghad berichtete unter Berufung auf Augenzeugen zunächst von 17 Toten. Wer für die Taten verantwortlich ist, war zunächst unklar.

Ziel der Anschläge seien das Haus eines hochrangigen Militärs sowie eine Kaserne von Armeeanwärtern gewesen, hieß es aus Krankenhausquellen. Vergangene Woche kam es bereits zu zwei Anschlägen auf das Militär in der südöstlichen Stadt Muqalla, bei denen mindestens 38 Menschen getötet worden waren. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte sich zu den Taten bekannt.

Der IS sowie der Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida haben in den vergangenen Monaten ihren Einfluss im Machtvakuum des Bürgerkriegslandes ausgedehnt. Im Jemen kämpfen schiitische Houthi-Rebellen gemeinsam mit Verbündeten gegen Anhänger von Präsident Abed Rabbo Mansour Hadi. Im März 2015 begann ein Bündnis aus arabischen Ländern unter Führung Saudi-Arabiens, Stellungen der Rebellen zu bombardieren.


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