Mehr regionaler Einkauf gewünscht

Landeck – „Ich bin gelernter Koch“, erklärt Heimleiter Toni Pircher, warum ihm die gesunde Ernährung seiner Bewohner ein zentrales Anliegen ...

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Landeck –„Ich bin gelernter Koch“, erklärt Heimleiter Toni Pircher, warum ihm die gesunde Ernährung seiner Bewohner ein zentrales Anliegen ist. Im Seniorenzentrum Zams-Schönwies kommt ein guter Teil der Lebensmittel aus regionalen Quellen. Es gebe sogar einen Verbandsbeschluss, dass für Produkte aus lokalen Landwirtschaften mehr bezahlt werden dürfe, erklärt er. Auch wenn die Mehrkosten dazu überraschend gering seien. Gemüse, Fleisch, Obst – vieles davon beziehe man inzwischen vom Bauern, erörtert auch Küchenchefin Christine Schranz, die zu Mittag rund hundert Mahlzeiten zubereitet.

Im Krankenhaus Zams bezieht man derzeit vor allem Milch und Jogurt aus regionalen Quellen – und zwar aus den Ställen des Klosters, die sich zu Füßen der Gesundheitseinrichtung befinden. Im Spital verbraucht man jährlich 17 Tonnen Milch und sieben Tonnen Jogurt, betont Küchenchef Erich Waldner. „Bei regionalen Qualitätsprodukten sparen wir nicht“, erklärt er. Auch wenn man den wirtschaftlichen Druck habe, möglichst günstig einzukaufen, wie Krankenhaus-Geschäftsführer Bernhard Guggenbichler feststellt.

Beide Einrichtungen wurden im Zuge einer Infokampagne des Tiroler Bauernbundes vor den Vorhang gebeten. „Der Landwirtschaft in Tirol geht es momentan relativ schlecht“, betonte Direktor Peter Raggl. Die Preise seien abgestürzt. Die Devise: regionale Produkte kaufen. Bei einigen Betrieben funktioniere das sehr gut. „Es gibt aber Luft nach oben“, betont Bezirksbauernobmann Elmar Monz.Küchenchef Waldner erklärt, durchaus öfter auf regionale Produkte zurückgreifen zu wollen. Das Problem sei oft die Menge und der Vertrieb durch die Bauern. Pircher wünschte sich mehr Innovation. „Im ganzen Oberland gibt es keinen, der frischen Spinat anbaut. Wir würden das brauchen.“ (mr)


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