Empörung über geplantes Grab für Diktator Marcos auf Heldenfriedhof

Manila (APA/dpa) - Der philippinische Diktator Ferdinand Marcos soll fast 30 Jahre nach seinem Tod nun auf dem Heldenfriedhof in Manila begr...

Manila (APA/dpa) - Der philippinische Diktator Ferdinand Marcos soll fast 30 Jahre nach seinem Tod nun auf dem Heldenfriedhof in Manila begraben werden. Mit seiner Zustimmung zu der von Marcos‘ Familie seit langem geforderten Ehrung hat der frisch gewählte Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte, helle Empörung ausgelöst.

„Das wäre wie Salz in die Wunden der Marcos-Opfer“, sagte Bonifacio Illagan, der vom Marcos-Regime einsperrt und gefoltert worden war, am Dienstag. Die neue Regierung solle sich lieber auf die Entschädigung der Opfer konzentrieren, forderte Cristina Palabay, Chefin der Menschenrechtsorganisation Karapatan.

Marcos und seine Frau Imelda hatten das Land in 20 Jahren an der Macht ausgeplündert und Milliardenbeträge beiseite geschafft. Sie wurden 1986 aus dem Land gejagt. Ferdinand Marcos starb 1989 im Exil. Imelda kehrte 1991 zurück. Sie hat die Leiche ihres Mannes in einer Art Mausoleum in Bataca im Norden gekühlt aufgebahrt, weil sie sich weigert, ihn anderswo als auf dem Heldenfriedhof zu beerdigen. Duterte sagte am Montag, Marcos gehöre dahin - „nicht weil er ein Held war, sondern weil er ein Soldat der Philippinen war“.

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