Kuratorium warnt vor Absturzrisiko beim Begehen von Schneefeldern

Innsbruck (APA) - Das Kuratorium für alpine Sicherheit hat am Dienstag alle Bergsportler vor dem Absturzrisiko beim Begehen von Altschneefel...

Innsbruck (APA) - Das Kuratorium für alpine Sicherheit hat am Dienstag alle Bergsportler vor dem Absturzrisiko beim Begehen von Altschneefeldern gewarnt. Heuer sei besondere Vorsicht geboten, da auf den Bergen noch besonders viel Schnee liege, teilte das Kuratorium in einer Aussendung mit. Bis in den Frühsommer könnten vor allem nordseitige Wege oberhalb der Waldgrenze teilweise von Schneefeldern bedeckt sein.

„Schneefelder sind eine auch von erfahrenen Berggehern oft unterschätze Gefahr“, erklärte Karl Gabl, Präsident des Kuratoriums für alpine Sicherheit. Untersuchungen hätten gezeigt, dass rutschende Bergsteiger auf einem harten, 40 Grad steilen Firnfeld schon nach wenigen Metern annähernd dieselbe Geschwindigkeit erreichen wie im freien Fall. Jedes Jahr komme es bei der Querung von Schneefeldern deshalb zu schwerwiegenden Unfällen, bei denen sich Berggeher sogar tödliche Verletzungen zuziehen können, so Gabl.

Schon bei der Tourenplanung sollte deshalb die Exposition der Route berücksichtigt werden. Im Idealfall sollte ein Schneefeld umgangen werden. „Der alternative Weg muss aber so gewählt werden, dass er nicht durch unwegsames oder gar absturzgefährdetes Gelände führt“, meinte Gabl. Wenn eine entsprechende Ausrüstung fehle und auch die Erfahrung für das Queren von Schneefeldern nicht vorhanden sei, sollten Bergsteiger kein unnötiges Risiko eingehen und die Tour abbrechen, sagte der Präsident des Kuratoriums.

Muss ein schneebedeckter Hang gequert werden, sollten mindestens die oberen zehn Zentimeter der Schneedecke aufgeweicht sein, damit man mit den Beinen Tritte in den Schnee hacken könne. Voraussetzung dafür sei ein fester Bergwanderschuh mit Profilsohle. Auf harten Schneefeldern sollten Bergsteiger und Wanderer unbedingt Steigeisen und Pickel benutzen, warnte das Kuratorium für alpine Sicherheit.

Sollte es doch zu einem Sturz kommen, sei es entscheidend, unmittelbar nach dem Ausrutschen gleich in Bauchlage und in eine Art Liegestützstellung zu kommen. Denn nur so könne man effektiv abbremsen, bevor die Geschwindigkeit zu groß werde.


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