Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

Tokio (APA) - Die Aktienmärkte in Asien und Australien haben am Dienstag uneinheitlich tendiert. Klare Kursverluste verzeichneten die Börsen...

Tokio (APA) - Die Aktienmärkte in Asien und Australien haben am Dienstag uneinheitlich tendiert. Klare Kursverluste verzeichneten die Börsen in Japan und Festlandchina: Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor 0,94 Prozent auf 16.498,76 Punkte und der Shanghai Composite gab um 0,77 Prozent auf 2.821,67 Punkte nach.

In Syndey schloss die Börse ebenfalls tiefer. Der australische All Ordinaries Index fiel um 0,43 Prozent auf 5.361,90 Einheiten.

Leichte Gewinne gab es hingegen in Indien und Hongkong zu beobachten: Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 25.307,33 Zählern und lag damit 0,31 Prozent im Plus. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 0,20 Prozent auf 19.843,30 Einheiten.

In Japan belastete vor allem der Yen, der seine Vortagesverluste weitgehend halte konnte. Zu Wochenbeginn hatte die japanische Währung aufgewertet, nachdem sich die Anleger von den Ergebnissen der jüngsten Gespräche der G-7-Finanzminister enttäuscht gezeigt hatten. Der japanische Finanzminister Taro hatte mehrfach vor übertriebenen Wechselkursschwankungen gewarnt, stieß jedoch bei den anderen Vertretern mehrheitlich auf Skepsis.

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Bei den Einzelwerten gehörten in Tokio Aktien von Autoherstellern und Technologiekonzernen zu den größten Verlierern. Marktbeobachter verwiesen dazu auf deren Exportorientierung, wodurch sie von einem starken Yen besonders betroffen seien. Bei den Autoherstellern gaben Aktien von Mazda um 3,09 Prozent nach und Papiere von Toyota verloren 1,40 Prozent. Bei den Technologiewerten büßten Toshiba 3,53 Prozent ein und Panasonic fielen um 1,75 Prozent.

In Shanghai belasteten vor allem die fallenden Rohstoffpreise. So verloren etwa die Papiere von Jiangxi Copper 1,23 Prozent und Aktien von Yanzhou Coal Mining brachen um 3,12 Prozent ein. In China hatten sich die Rohstoffpreise in den vergangenen Monaten äußerst volatil gezeigt, was von Beobachtern vor allem auf ausufernde Spekulation zurückgeführt wurde. „Das Spiel ist vorbei für die Spekulanten“, sagte ein Ökonom in Hongkong gegenüber Bloomberg. Die staatlichen Medien und die Behörden hätten klar gemacht, dass die Regierung eine klare Haltung gegen Spekulation einnehme.

In Sydney wurden Energiewerte ebenfalls von den fallenden Rohstoffpreisen belastet, so büßten die Titel des Ölfördergesellschaft Oil Search 1,51 Prozent ein und Anteilsscheine von Whitehaven Coal verbilligten sich um 2,68 Prozent. Einige Bergbauaktien trotzten dem Preisrückgang hingegen, so legten die Papiere von Rio Tinto um 0,45 Prozent zu und Aktien von BHP Billiton schlossen mit einem Plus von 0,05 Prozent praktisch unverändert.


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