WIFO-Studie - AK fordert größeren Beitrag von Vermögenden

Wien (APA) - Als Konsequenz aus der Umverteilungs-Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts hat Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske am Mit...

Wien (APA) - Als Konsequenz aus der Umverteilungs-Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts hat Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske am Mittwoch einen größeren Beitrag von Vermögenden zur Finanzierung des Sozialstaates gefordert. Der Grüne Budgetsprecher Bruno Rossmann drängte auf eine Änderung der Abgabenstruktur.

Für eine gerechtere Einkommensverteilung schlägt Kaske drei Maßnahmen vor. So forderte die AK neue Offensiven zur Schaffung von Jobs, gleichzeitig müsse aber auch die Qualität der Arbeitsplätze stimmen. Von Arbeit müsse man gut leben können. Die zweite Forderung betrifft den Ausbau von sozialen Dienstleistungen wie etwa Pflege, Ganztagsschulen oder Kinderbetreuung. Diese wirken für Menschen im niedrigen Einkommensdrittel besonders günstig, da diese viele Leistungen privat nicht finanzieren könnten.

Drittens verlangt Kaske eine stärkere Besteuerung von Vermögen und eine Entlastung von Arbeit. Höhere Steuern auf Vermögen und Vermögenseinkommen, vor allem auch auf hohe Erbschaften, würden die Finanzierungsgrundlagen des Sozialstaates verbessern, die Arbeitseinkommen entlasten und für mehr Leistungsgerechtigkeit sorgen, meint Kaske in einer Aussendung.

Auch Rossmann kritisiert, dass Vermögenseinkommen aus Zinsen und Dividenden sowie Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung viel niedriger besteuert werden als Erwerbseinkommen. Bei der Besteuerung sollte das Leistungsfähigkeitsprinzip gelten. Jeder Euro an Einkommen sollte demnach gleich besteuert werden und zwar unabhängig davon, woher Einkommen kommt, fordert der Grüne Budgetsprecher echte Abgabenstrukturreformen, von denen in erster Linie die niedrigen Erwerbseinkommen profitieren.

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