Fußball: Ruttensteiner sieht alle Punkte für erfolgreiche EM erfüllt

Flims (APA) - ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner hat am Donnerstag im Camp der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft in der Schweiz...

Flims (APA) - ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner hat am Donnerstag im Camp der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft in der Schweiz drei Punkte angesprochen, die er für ein erfolgreiches Abschneiden bei der EM in Frankreich für „extrem wichtig“ hält. Es handelt sich dabei um möglichst keine verletzten Spieler, eine optimale Vorbereitung und eine gute Stimmung. Alle drei Punkte sieht er derzeit erfüllt.

„Wenn wir so ins Turnier kommen, bin ich sehr zuversichtlich. Wir haben wunderbare Spieler, die riesiges Potenzial haben“, sagte Ruttensteiner in einer Pressekonferenz in Flims. „Die Mannschaft hat Erfahrung, Qualität und ich weiß, dass sie auf dem Punkt ihre Leistung bringen kann. Man spürt, dass die Spieler gegen Ungarn auf dem Platz da sein werden.“

Gegen den östlichen Nachbarn bestreiten die Österreicher am 14. Juni in Bordeaux ihr EM-Auftaktspiel. Es könnte bereits der Schlüssel für ein erfolgreiches Turnier sein. Ruttensteiner: „Auf dem ersten Spiel ist der Fokus drauf. Wenn man da gut reinkommt, bin ich überzeugt, dass wir eine gute EURO spielen.“

Die fehlende Turniererfahrung will der Sportdirektor nicht überbewerten. „Es gibt Spieler, die haben schon ein Champions-League-Finale gewonnen“, verwies Ruttensteiner etwa auf Bayern-München-Star David Alaba. „Die haben Erfahrung.“ Die Heim-EM 2008 haben mit Torhüter Ramazan Özcan, Kapitän Christian Fuchs, György Garics, Sebastian Prödl und Martin Harnik fünf aktuelle Teamspieler bestritten. „Die Qualität der Mannschaft ist heute höher“, meinte Ruttensteiner, seit 1999 beim ÖFB und seit zehn Jahren Sportdirektor.

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In seiner Rolle gelte es, die Rahmenbedingungen für anhaltenden Erfolg zu schaffen. Seinen im Sommer auslaufenden Vertrag hat Ruttensteiner aber noch nicht verlängert. „Der Fokus von meiner Person liegt auf der EM. Mit einer Unterschrift hat das aus meiner Sicht nichts zu tun“, meinte der 53-jährige Oberösterreicher. „Es geht mir gut dabei. Wir haben gute Gespräche geführt, aber unterschrieben ist noch nichts.“

Mit Bernhard Neuhold als Geschäftsführer einer auszugliedernden Wirtschaftsbetriebe GmbH und Thomas Hollerer als Generalsekretär des ÖFB in seiner bisherigen Vereinsform erhält der Verband im Sommer nicht nur eine neue Struktur, sondern auch eine neue operative Führung. Ruttensteiner wünscht sich von dem Duo vor allem Geld. „Es geht um Talenteförderungseinrichtungen, um die Ausbildung, das braucht Ressource.“

Seit Februar, seit sich Thomas Janeschitz ausschließlich auf seine Tätigkeit als Co-Trainer von Teamchef Marcel Koller konzentriert, hat Ruttensteiner auch die Leitung der Trainerausbildung übernommen. Diese werde auch künftig beim ÖFB beheimatet sein, der Profibereich in den Wirtschaftsbetrieben. Ruttensteiner: „Der Fußball ist in beiden Bereichen angesiedelt, aber ich möchte nicht vorgreifen. Aufgabe des Sportdirektors ist es, mit beiden Bereichen intensiv zusammenzuarbeiten, aber dabei autonom zu sein.“


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