Flüchtlinge - Rom urgiert Abkommen EU-Libyen

Rom (APA) - Um die Flüchtlingswelle aus Nordafrika zu stoppen, drängt Italien die EU zu einem raschen Abkommen mit Libyen und afrikanischen ...

Rom (APA) - Um die Flüchtlingswelle aus Nordafrika zu stoppen, drängt Italien die EU zu einem raschen Abkommen mit Libyen und afrikanischen Ländern. „Wir müssen Flüchtlingslager in Afrika einrichten und ein Abkommen mit Libyen abschließen, weil es jetzt eine Regierung gibt, die die Flüchtlingsabfahrten einschränken kann“, erklärte Innenminister Angelino Alfano.

Unter der Regie der italienischen Marine seien dieser Tage tausende Menschen im Mittelmeer gerettet worden. „Wir dürfen jedoch nicht diejenigen vergessen, die im Meer gestorben sind“, kommentierte Alfano nach Medienangaben vom Samstag.

Die Bergung der Leichen verunglückter Migranten sei noch im Gange, berichteten italienische Medien. Bei drei Schiffsunglücken in dieser Woche seien mindestens 70 Personen ums Leben gekommen, wie aus einer neuveröffentlichten Bilanz hervorgeht. 14.000 Personen wurden in Sicherheit gebracht.

Allein am Freitag koordinierte die italienische Küstenwache 17 Einsätze. Tausende Menschen, die von Schiffen der EU-Mission EUNAVFOR MED in Sicherheit gebracht wurden, trafen am Samstag in den Häfen Siziliens und Apuliens ein.


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