Schulz will nicht Kanzlerkandidat der SPD werden

Wegen schlechter Umfragewerte wird in der SPD bereits überlegt, wer Vizekanzler Sigmar Gabriel ablösen könnte.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz.
© AFP

Berlin/Straßburg – EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat nach eigenen Angaben keine Ambitionen auf die Kanzlerkandidatur der deutschen Sozialdemokraten (SPD) bei der Bundestagswahl 2017. Europa sei momentan „nicht im besten Zustand. Ich versuche hier meinen Beitrag zu leisten. Mein Platz ist in Brüssel“, sagte Schulz der Zeitung „Welt am Sonntag“.

Er unterstütze SPD-Chef Sigmar Gabriel „mit Haut und Haaren“, Gabriel sei „ein sehr, sehr starker Parteivorsitzender“, sagte Schulz in dem Interview.

Angesichts der schlechten Umfragewerte wird bei den mitregierenden Sozialdemokraten schon eine Weile über die Frage der Kanzlerkandidatur diskutiert. Gabriel selbst schlug unlängst einen Mitgliederentscheid vor und sagte er fände es „hervorragend“, wenn es vor der Wahl im Herbst nächsten Jahres „zwei oder drei Bewerber“ gebe. Bisher hat sich indes noch niemand mit eigenen Ambitionen zu erkennen gegeben. (APA/AFP)


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