Felix Mitterer schreibt über Schwazer Schicksalsjahre

Eine Mischung aus Historie und Mythos soll das Theaterstück über die Silberstadt werden. Mitterer sucht noch nach „dieser einen Story“.

Regisseur Markus Plattner, Felix Mitterer und BM Hans Lintner (v. l.) tauschten sich am Stadtplatz aus.
© Fankhauser Eva-Maria

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz –Wenn es um die Historie der Silberstadt geht, ist BM Hans Lintner Gold wert. „Er ist wie ein wandelndes Geschichtsbuch. Es geht aber nicht nur um Wissen, sondern um die G’schichteln und den roten Faden“, betont Regisseur und Theatermacher Markus Plattner. Er plant nämlich, gemeinsam mit Kultautor Felix Mitterer und der Stadt Schwaz ein Stück über die bewegte Vergangenheit der Silberstadt zu realisieren – die TT berichtete. Die geplante Uraufführung des Stückes ist für 2017 anvisiert, es soll in einem Intervall von zwei bis drei Jahren inklusive möglicher neuer Entwicklungen stetig neu aufgesetzt werden.

GR Iris Mailer-Schrey, Peter Lindner und Markus Plattner ließen sich mit Felix Mitterer und BM Hans Lintner (v. l.) am Stadtplatz inspirieren.
© Fankhauser Eva-Maria

„Der Bergbau hat mich schon immer interessiert, aber die Vielfalt der Schwazer Geschichte hat mich viele Jahre verunsichert“, gesteht Mitterer. Nun sei aber der richtige Zeitpunkt, um Schwazer Stadtgeschichte zu schreiben. Informationen habe er in Hülle und Fülle, auch die Geschichten von BM Lintner seien wichtige Bestandteile des großen Ideenpools. „Das Problem ist jetzt, da wo wir noch feststecken, in diesem vielen Material diese eine Story zu finden, auf die das Stück dann aufbaut“, verrät Plattner. Er wünscht sich eine Mischung aus Historie und Mythos. Das sieht Mitterer ebenso: „Es soll ja kein Geschichtsstück werden.“ Auch aktuelle Erlebnisse würden sich laut Mitterer für das Stück aufdrängen. „Ich habe mich mit dem Jahr 1809 sehr viel beschäftigt und werde natürlich die Themen Bergbau sowie Reformation in das Stück aufnehmen“, berichtet Mitterer. Das Schicksalsjahr 1809 markiert den Tiefpunkt der Schwazer Geschichte und trug zu einem langanhaltenden Niedergang der Stadt bei.

Mit an Bord in Sachen Produktion ist nun auch Peter Lindner: „Es freut mich sehr, mitwirken zu können. Wir haben bereits viel über den Aufführungsort diskutiert, aber der idealste ist und bleibt der Stadtplatz.“ Ob vor Ort eine Tribüne gebaut wird oder sitzen im Grünen angesagt ist, sei eine Frage des Geldes.

Apropos Geld: „Die Finanzierung steht noch nicht, aber die wesentlichen Quellen, sprich Stadt und Land, sind gesichert“, weiß Lintner. Mit dem TVB Silberregion Karwendel sei man im Austausch. „Es gilt noch, den Ort und die Zeit abzuklären, genauso ist es uns wichtig, zukunftsdenkend auf längere Sicht das Projekt zu finanzieren“, sagt TVB-Chef Markus Schmidt.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Mitspielen sollen beim Schwaz-Stück übrigens Menschen aus der Region, dazu hat Plattner bereits Workshops für Anfang 2017 angedacht.


Kommentieren


Schlagworte