Wissenschafter „verwandelten“ Klima-Killer CO2 in Stein

Die neue Methode soll eine sichere Lagerung des Treibhausgases CO2 ermöglichen.

Derzeit wird an der Klima-Langfriststrategie für 2050 gefeilt. (Symbolfoto)
© Reuters

Washington — Einem Forscherteam von der Columbia University in New York sei es gelungen, Kohlendioxid in die Erde zu pumpen und es in Stein zu verwandeln, berichtete das Fachmagazin Science am Donnerstag.

Jedes Jahr werden Millionen Tonnen des Treibhausgases in die Luft geblasen, mit Hilfe der neuen Methode könne der „Klima-Killer" sicher und einfach gelagert werden, versichern die Forscher. „Wir müssen mit den steigenden Treibhausgas-Emissionen umgehen. Sie zurück in Stein zu verwandeln, ist die ultimative dauerhafte Lagerung", sagte Studien-Leiter Juerg Matter dem Magazin. Das Forscherteam habe in Island ein CO2-Wassergemisch hunderte Meter in das vulkanische Gestein gepumpt. Dort habe sich die Mischung in Stein verwandelt.

Forscher glaubten Umwandlung brauche bis zu 1000 Jahre

Die Verwandlung ging schneller als gedacht: Nach einigen Monaten hätten die Forscher erste Ergebnisse nachweisen können. Sie waren zuvor davon ausgegangen, dass der Prozess hunderte oder sogar tausende Jahre dauern könnte.

Kohlendioxid ist ein Schlüsselfaktor der Klimaerwärmung und Wissenschafter suchen schon lange nach einer Lösung für dessen Lagerung. Bei Versuchen zur Einlagerungen des Gases im Boden sorgte die Angst vor möglichen Lecks in der Vergangenheit für Probleme. Eine Umwandlung des Gases in Stein war bisher noch nicht gelungen.

Durch die neue Methode sei es in Zukunft möglich „große Mengen CO2 in die Erde zu pumpen und es sehr sicher zu lagern - all das in sehr kurzer Zeit", sagte der Co-Autor der Studie Martin Stute. Besonders Kraftwerke könnten die Methode für die von ihnen produzierten Treibhausgase nutzen. Einzige Voraussetzung ist die Nähe zu einem Basaltgestein. Nach Angaben der Forscher ist dieses besonders mineralhaltige Gestein aber einer der häufigsten Gesteinstypen der Erde. (APA, AFP)


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