Europas Leitbörsen setzen zur Eröffnung Negativlauf fort

Frankfurt am Main (APA) - Die wichtigsten Aktienmärkte Europas setzen am Dienstag im Eröffnungshandel ihren Negativlauf fort, nachdem sie se...

Frankfurt am Main (APA) - Die wichtigsten Aktienmärkte Europas setzen am Dienstag im Eröffnungshandel ihren Negativlauf fort, nachdem sie seit knapp einer Woche von Sorgen rund um das britische EU-Referendum und Zögern vor wichtigen Notenbanksitzungen belastet werden. Der Euro-Stoxx-50 verlor bis gegen 9.40 Uhr 0,65 Prozent oder 18,53 Punkte auf 2.834,99 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt gab 1,06 Prozent oder 102,64 Zähler auf 9.554,80 Punkte nach. In London zeigte sich der FTSE-100 mit minus 0,67 Prozent oder 40,29 Einheiten auf 6.004,68 Punkte.

Seit Mitte der vergangenen Woche geht es nun wegen der Angst vor dem „Brexit“ und den dieswöchigen Notenbanksitzungen in den USA, Großbritannien und Japan bereits abwärts an den wichtigsten Handelsplätzen in Europa - der Frankfurter DAX rutscht von über 10.300 Punkten stetig der 9.500er-Marke entgegen, der Euro-Stoxx-50 büßte in zehn Handelstagen 8,4 Prozent an Wert ein.

Demgegenüber ist das zehntägige Minus beim Londoner Leitindex FTSE-100 mit 4,4 Prozent paradoxerweise beschaulich. Börsianer und Analysten begründen diese Entwicklung zwar mit einem billigeren Kurs für das britische Pfund, der im Falle eines EU-Austritts der Briten die Exporteure fördere. Zugleich sinken die Kreditkosten für das Vereinigte Königreich auf neue Rekordtiefs, da die Nachfrage nach den königlichen Staatsanleihen boomt. Übrig bleibt zumindest ein skurriler Beigeschmack, wenn zahlreiche Staatschefs und Wirtschaftsexperten die Briten im Falle eines „Brexit“ vor negativen Folgen für die Konjunktur warnen.

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In Großbritannien werden vormittags die Konsumentenpreise für Mai publiziert, auch die Industrieproduktion in der Eurozone steht zur Veröffentlichung an. Das meiste Interesse dürften am Markt jedoch die US-Einzelhandelsumsätze im Mai ernten, die am Nachmittag folgen.

Unternehmensseitig blieb die Meldungslage vorerst dürftig, im Euro-Stoxx-50 gab es nur drei Kursgewinner. Größter davon waren die Papiere der italienischen UniCredit mit einem Plus von 0,80 Prozent. Demgegenüber fassten die Aktien des französischen Ölkonzerns Total mit minus 1,47 Prozent ein klares Minus aus, nachdem die Ölpreise in der Früh klar unter die 50-Dollar-Marke gesunken waren. Futures für Brent-Öl notierten bei 49,64 Dollar je Fass.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA098 2016-06-14/09:48


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