Politik beim Thema Inklusion gespalten

Innsbruck – In der Frage der Zukunft der Sonderpädagogischen Zentren (SPZ) und der Umsetzung der Inklusion gehen die Positionen in den polit...

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Innsbruck –In der Frage der Zukunft der Sonderpädagogischen Zentren (SPZ) und der Umsetzung der Inklusion gehen die Positionen in den politischen Parteien Tirols auseinander. Der grüne Landtagsabgeordnete Ahmet Demir verteidigt die Schaffung der pädagogischen Beratungszentren, die die Inklusion systematisch und fachlich begleiten und für mehr Objektivität sorgen sollen: „Davor haben die Beratungsgespräche in den Sonderschulen stattgefunden. Diese Beratungsgespräche haben die SPZ-Direktorinnen und -Direktoren mit den Eltern geführt. Es ist also logisch, dass nach so einem Gespräch mehr Eltern dazu tendieren, ihr Kind in ein SPZ zu schicken.“ Bei der inklusiven Schule dürfe und werde auch keine Betreuung oder Therapie verloren gehen. „Inklusion kann nicht von heute auf morgen passieren, aber die Schritte sind gesetzt worden und wir gehen in eine gute Richtung“, meint Demir.

Die FPÖ hingegen fürchtet ein Ende der Wahlfreiheit für Eltern und kündigt eine dringliche Initiative im Landtag hinsichtlich des Erhalts der Sonderpädagogischen Zentren und der Ausbildung der Sozialpädagogen an. „Die Inklusion kann nicht immer gelingen, gerade bei Kindern mit massiven Erkrankungen, daher braucht es die Form der Sonderpädagogischen Zentren auch zukünftig“, sagt FP-Obmann LA Markus Abwerzger. FP-NR Gerald Hauser erklärt in einer Aussendung, dass sich die FPÖ auch im Parlament für den Erhalt der Sonderschule einsetzen werde. (TT)

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