Fußball-EM: Stichwort UEFA-Disziplinarkommission

Paris (APA/dpa) - Die Disziplinarkommission der UEFA unter dem Vorsitz eines Österreichers beschäftigt sich mit Untersuchungen zu Fehlverhal...

Paris (APA/dpa) - Die Disziplinarkommission der UEFA unter dem Vorsitz eines Österreichers beschäftigt sich mit Untersuchungen zu Fehlverhalten von Spielern, Vereinen, Funktionären und Verbänden im europäischen Fußball. Sie urteilte auch über die Vorwürfe gegen den russischen Fußball-Verband nach den Krawallen beim EM-Spiel gegen England am Samstag in Marseille.

Die meisten der zehn Mitglieder der Kommission haben einen Fußball-Hintergrund. Der österreichische Vorsitzende Thomas Partl ist ein pensionierter Richter und war früher Präsident des Kärntner Fußballverbandes. Der 69-Jährige ist seit 1992 Mitglied der Disziplinarkammer und seit 2006 deren Vorsitzender.

Mindestens drei Mitglieder der Kammer entscheiden pro Fall, sollte die Österreich-Gruppe F betroffen sein, darf Partl wegen Befangenheit nicht teilnehmen. Theoretisch kann Partl aber auch alleine Sperren aussprechen: Sollten alle anderen verfügbaren Kollegen befangen sein, könnte der Vorsitzende Partl auch solo eine Entscheidung treffen. Entschieden wird mit einfacher Mehrheit, bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende.

In gravierenden Fällen - wie einem möglichen Turnierausschluss - kann der Vorsitzende die Angelegenheit auch gleich an das Berufungskomitee der UEFA weiterleiten.

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