Leitbörsen in Fernost schließen einheitlich im Plus

Tokio (APA) - Gestützt von Hoffnungen auf einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union (EU) sowie von steigenden Ölpreisen haben...

Tokio (APA) - Gestützt von Hoffnungen auf einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union (EU) sowie von steigenden Ölpreisen haben die Leitbörsen in Fernost den Handel am Freitag einheitlich im Plus beendet. Der Nikkei-225 Index in Tokio legte 165,52 Zähler oder 1,07 Prozent auf 15.599,66 Punkte zu. Auf Wochensicht bleibt jedoch ein Minus von rund sechs Prozent stehen.

Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 131,56 Zähler (plus 0,66 Prozent) auf 20.169,98 Einheiten. Der Shanghai Composite gewann ebenfalls 12,29 Punkte oder 0,43 Prozent auf 2.885,11 Punkte.

Auch die Märkte in Indien und Australien tendierten höher. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 26.655,47 Zählern mit plus 130,01 Punkten oder 0,49 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney erhöhte sich um 16,6 Zähler oder 0,32 Prozent auf 5.248,30 Einheiten.

Marktteilnehmern zufolge wird die Wahrscheinlichkeit für einen Austritt Großbritanniens aus der EU am Markt wieder etwas geringer eingeschätzt. Bereits an der Wall Street hatte dies am Donnerstagabend für Auftrieb gesorgt. Vorausgegangen war dem Stimmungswechsel ein tödlicher Angriff auf die britische Labour-Abgeordnete Jo Cox, die als Brexit-Gegnerin galt. Die laufenden Kampagnen für und gegen den Brexit wurden daraufhin angehalten.

In Tokio kam zusätzliche Unterstützung von einem wieder schwächeren Yen. Nachdem die Bank of Japan (BoJ) am Donnerstag ihre Geldpolitik unverändert gelassen hatte, hat die japanische Währung zum US-Dollar noch merklich zugelegt. Zum Wochenschluss kam der Yen aber wieder etwas zurück.

Wichtige Unternehmensnachrichten blieben Mangelware. Im japanischen Nikkei-225 zogen exportlastige Autowerte wie Toyota um 2,65 Prozent an, Nissan legten ebenfalls klare 1,20 Prozent zu. Auch Sony gewannen 0,68 Prozent. Vor dem Hintergrund wieder gestiegener Ölpreise schlossen außerdem Inpex um 1,88 Prozent höher.

Im Hongkong fanden Versorgertitel dagegen keine einheitliche Richtung. Während sich China Shenhua Energy mit plus 3,96 Prozent an die Spitze im Hang Seng Index setzten und Petrochina immerhin um 0,19 Prozent vorrückten konnten, verloren die Aktien von CNOOC zum Wochenschluss 0,77 Prozent und Kunlun Energy sackten um 0,96 Prozent ab. Auch an der Börse in Sydney stiegen Santos um 0,94 Prozent, dagegen schlossen Woodside Petroleum um 0,15 Prozent tiefer.


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