Papst empfing Kosovos Präsidenten Hashim Thaci

Vatikanstadt (APA) - Der Staatspräsident des Kosovo, Hashim Thaci, ist von Papst Franziskus zu einer Privataudienz im Vatikan empfangen word...

Vatikanstadt (APA) - Der Staatspräsident des Kosovo, Hashim Thaci, ist von Papst Franziskus zu einer Privataudienz im Vatikan empfangen worden. Wie der Vatikan am Freitag laut Kathpress bestätigte, erfolgte das Treffen bereits am Donnerstag. Auf der am Donnerstag vom vatikanischen Presseamt veröffentlichten Liste der Audienzgäste war Thaci nicht aufgeführt.

Zu den Gründen für die Nichtnennung und zu Gesprächsinhalten äußerte sich der Vatikan am Freitag nicht. Doch wird allgemein davon ausgegangen, dass die noch nicht erfolgte diplomatische Anerkennung des Kosovo durch den Heiligen Stuhl der Hintergrund ist.

Die Pressestelle des Präsidenten teilte mit, der Papst habe über Frieden, Versöhnung, Dialog und Wohlstand gesprochen. Thaci, der Anführer der kosovarischen Befreiungsarmee UCK war, habe bekräftigt, dass der Kosovo ein Vorbild für ein friedliches und tolerantes Zusammenleben verschiedener religiöser und ethnischer Gruppen sei. Zudem habe er dem Papst für die Hilfe gedankt, die sein Land vom Vatikan erhalten habe. Von den gut zwei Millionen Einwohnern des Kosovo sind 70.000 Katholiken. 95 Prozent der Bevölkerung sind Muslime.

23 der 28 EU-Staaten, darunter Österreich, haben den Kosovo bisher anerkannt. Der Heilige Stuhl hatte auf Ersuchen der Serben-nahen russisch-orthodoxen Kirche davon Abstand genommen. Serbien akzeptiert die Unabhängigkeit seiner früheren Provinz nicht. Eine Aufnahme in die UNO scheitert am Widerstand der Vetomächte Russland und China.

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