Brand in Hamburger Hotel: Salzburger schwer verletzt

Hamburg/Salzburg/Berlin (APA) - Mit einer lebensgefährlichen Kohlenmonoxidverletzung nach einem Brand in einem Hamburger Hotel wurde bereits...

Hamburg/Salzburg/Berlin (APA) - Mit einer lebensgefährlichen Kohlenmonoxidverletzung nach einem Brand in einem Hamburger Hotel wurde bereits am Donnerstag ein Salzburger in eine Spezialklinik nach Berlin gebracht. Der 36-Jährige, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Anif sowie der Bergrettung in Grödig, hatte in dem Hotel bei einem beruflichen Aufenthalt in der Hansestadt übernachtet, Brandgeruch bemerkt und wollte eingreifen.

Das Feuer war Donnerstag gegen 3.20 Uhr im Hafen-City-Hotel „25hours-Hotel Altes Hafenamt“ ausgebrochen. Dort war der Salzburger, Angestellter eines deutschen IT-Unternehmens, anlässlich eines beruflichen Termins abgestiegen. Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtete, brach der Brand offenbar im Erdgeschoß des Hotels in der Osakaallee im „Restaurant Neni“ aus, einem Lokal der Wiener Gastronomin Haya Molcho. „Als die Feuerwehr wenige Minuten später mit zwei Löschzügen und 50 Mann eintraf, hatten Mitarbeiter bereits angefangen, das ausgebuchte 49-Zimmer-Hotel zu evakuieren. Was anfangs keiner wusste: Ein Gast war im brennenden Restaurant eingeschlossen“, schrieb die Hamburger Zeitung über den Brand, über den am Samstag auch österreichische Medien berichteten.

Bei dem eingeschlossenen Mann handelte sich um den 36-jährigen Österreicher. „Er hatte das Feuer offenbar in seinem Zimmer gerochen und war durch die Lobby ins Restaurant geeilt, um dort nach dem Rechten zu sehen. Zunächst versuchte er nach Angaben der Feuerwehr noch, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Dann erkannte er wohl die Aussichtslosigkeit des Unterfangens, konnte aber das Restaurant nicht wieder verlassen. Die Tür, an der er rüttelte, ließ sich nach außen nicht öffnen. Er versuchte noch zu telefonieren, dann brach der Österreicher mit einer schweren Rauchvergiftung zusammen“, berichtete das „Hamburger Abendblatt“.

Weil der Mann eine lebensbedrohliche Kohlenmonoxid-Vergiftung hatte, wurde er mit einem Rettungsflugzeug nach Berlin gebracht. „Dort gibt es eine Spezialklinik für sehr schwere Rauchgasvergiftungen, in der durch Überdruck versucht wird, das Kohlenmonoxid aus dem Blut zu bekommen“, sagte ein Sprecher der Hamburger Feuerwehr.

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Das Feuer brach nach ersten Erkenntnissen in einer Sitzecke im Restaurant aus. Als Ursache vermuteten die Brandermittler eine heruntergebrannte Kerze. Weil die Rauchentwicklung sehr stark war, wurden vorsorglich auch die anderen Gäste ärztlich untersucht, bevor sie in umliegenden Hotels untergebracht wurden.


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