IOC begrüßt starke Position der IAAF gegen Doping

Der Ruf nach einem kompletten Rio-Ausschluss Russlands wird immer lauter. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) beschäftigt sich am Dienstag mit dieser Frage.

IAAF-Präsident Sebastian Coe blieb in der Causa Russland hart.
© Reuters

Rio de Janeiro - IOC-Präsident Thomas Bach steht vor der wohl größten Herausforderung seiner Amtszeit. Nachdem der Weltverband (IAAF) Russlands Leichtathleten am Freitag in Wien von Olympia ausgeschlossen hatte, wird der Ruf nach einem kompletten Rio-Verbot der Sportmacht immer lauter.

Schon am Dienstag wird sich auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit der brisanten Frage beschäftigen. Bach will beim IOC-Summit in Lausanne mit den olympischen Interessengruppen über das Problem Kollektivstrafe kontra individuelles Recht von Athleten diskutieren und eine gemeinsame sportpolitische Strategie in der Causa Russland entwickeln.

Die starke Position des Leichtathletik-Weltverbandes gegen Doping wird vom IOC „begrüßt und unterstützt“. In einer Telefonkonferenz der IOC-Exekutive sei die volle Anerkennung der IAAF-Entscheidung unterstrichen worden. Die Zulassung von Athleten zu internationalen Bewerben sei aber Sache des jeweiligen internationalen Fachverbandes, hieß es in einer Stellungnahme am Samstag.

Das IOC will sich demnach aber auch um andere Problemfelder kümmern. „Das IOC wird weitere weitreichende Maßnahmen in Angriff nehmen, um gleiche Chancen für alle Teilnehmer an den Olympischen Spielen in Rio zu gewährleisten“, hieß es in der Mitteilung.

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Beim Treffen am Dienstag will die IOC-Spitze daher auch die Situation jener Länder ansprechen, in denen die Anti-Doping-Organisationen von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) wegen der ineffizienten Anti-Doping-Arbeit als untauglich bezeichnet wurden. (APA)


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