Wolf in Rio: Tirols Golferin fix bei Olympia

Nach Rang zehn bei der Ladies European Tour in Pilsen (CZE) darf Golferin Christine Wolf für Brasilien planen.

Der Glückswolf darf bei Christine Wolf nicht fehlen – nun dürfen beide die Reise zu den Olympischen Spielen in Rio antreten.
© Andreas Rottensteiner / TT

Von Roman Stelzl

Innsbruck – Noch am Abend des großen Erfolgs ging es für Christine Wolf am Sonntag direkt nach Hause. Feiern? War kein Thema. „Es war eigentlich schon so gut wie sicher, dass ich bei den Olympischen Spielen dabei bin“, sagte die Profi-Golferin. Das Selbstbewusstsein passt. Vier Stunden dauerte die Heimfahrt vom tschechischen Pilsen ins heimische Innsbruck. Im Gepäck: einige gute Erinnerungen, das Wissen um das eigene Können – und ein zehnter Platz bei der Ladies European Tour, der Wolfs Olympia-Teilnahme in Rio (ab 5. August) endgültig fixierte.

„Das ist sicher einer der größten Momente meiner Karriere. Die Freude auf Rio ist groß – und im Golf ist vieles möglich, wenn einem der Platz liegt. Aber für mich ist Olympia das große Unbekannte“, erzählte die 27-Jährige. Für Wolf ist es der Meilenstein einer Laufbahn mit vielen Höhen und Tiefen. Seit ihrem gewagten Schritt zum Profi vor vier Jahren schaffte es Österreichs zweifache Golferin des Jahres mehrmals in die Top Ten, einmal auf Rang vier. Der Durchbruch blieb aus. Auch die Saison 2016 verlief mehr als holprig. Die besten Saisonplatzierungen vor Pilsen? Rang 74 in Marokko. Und Rang 94 in Shanghai.

Pilsen als letzte Chance genützt

Sollte Rio also ein Thema sein, brauchte es noch eine Top-Platzierung, eine Bestätigung. Pilsen war dafür die letzte Chance vor der Deadline im Juli – mit Nina Mühl und Sarah Schober standen zwei Olympia-Aspirantinnen Schläger bei Fuß. Und genau in diesem Moment drehte Wolf auf. Nach einer schwachen Auftaktrunde blieb die frühere US-Wirtschaftsstudentin drei Schläge unter Par, dann vier. So einfach war es lange Zeit nicht mehr gegangen. „Ich habe mit meinem Trainer die letzten Wochen intensiv gearbeitet. Es ist schön zu sehen, dass ich noch vorne mitspielen kann“, sagte Wolf.

Abschläge in Topform

Die Arbeit hatte Früchte getragen, die Athletin des Olympiagolfclubs Igls spielte ihr bestes Turnier seit Langem. Nun ist erst einmal Pause angesagt – oder „zu Hause in Tirol trainieren“, wie es Wolf nennt. Rund vier Wochen sind es hin bis zu den Scottish Open (ab 22. Juli). Dort spielt sie ohne Druck, aber mit der Gewissheit, dass danach Rio wartet.

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